05.02.2017 18:44

AlltagsfrageWo kommt all dieser Schnuder her?

Ob Erkältung oder Allergie: Manchmal läuft die Nase beinahe ununterbrochen. Kaum ist die Nase geschneuzt, ist sie wieder dicht. Wieso eigentlich?

von
jcg
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Es ist zum aus der Haut fahren: Ist man richtig erkältet, läuft und läuft die Nase.

Es ist zum aus der Haut fahren: Ist man richtig erkältet, läuft und läuft die Nase.

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Das liegt daran, dass der Körper jeden Tag mehr als einen Liter Schleim produziert. Ist man gesund, landet dieser im Magen, wird also geschluckt. Doch davon merkt man nichts.

Das liegt daran, dass der Körper jeden Tag mehr als einen Liter Schleim produziert. Ist man gesund, landet dieser im Magen, wird also geschluckt. Doch davon merkt man nichts.

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Das ändert sich, wenn man erkältet ist. Dann kann der Schleim verdickt sein. Oder das System, das ihn normalerweise so diskret abtransportiert, kann in seiner Funktion eingeschränkt sein.

Das ändert sich, wenn man erkältet ist. Dann kann der Schleim verdickt sein. Oder das System, das ihn normalerweise so diskret abtransportiert, kann in seiner Funktion eingeschränkt sein.

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Der Winter ist die Erkältungssaison und damit eine goldene Zeit für die Hersteller von Papiertaschentücher. Und manch ein Betroffener fragt sich: Hat der Schleimstrom kein Ende?

Hat er nicht. Denn der Körper produziert ununterbrochen Schleim. Und sobald man einen Teil davon ausgeschneuzt hat, macht der Körper mehr davon. Das geschieht in der Schleimhaut der Atemwege, also in der Nase, dem Rachenraum und der Lunge. Am produktivsten ist dabei die Schleimhaut in der Nase.

Oft wird angenommen, dass der viele Schleim aus den Nasennebenhöhlen kommt. Diese spielten aber im Gegensatz zur Nase kaum eine Rolle bei der Schleimproduktion, wie Richard Lebowitz, ein Hals-Nasen-Ohrenarzt aus New York, zu Livescience.com sagte.

Schleim wird geschluckt

An einem normalen Tag produziert der Mensch über einen Liter Schleim. Wer gesund ist, bekommt davon aber nichts mit. Der Körper ist ziemlich gut darin, den Schleim unauffällig abzuführen. Der Nasenschleim zum Beispiel wird in der Nasenhöhle von winzigen Härchen, den sogenannten Kinozilien, nach hinten in den Rachen befördert – von wo wir ihn runterschlucken. Und das tun wir jeden Tag. Wir merken es nur nicht, so Lebowitz.

Das ändert sich, wenn wir erkältet sind oder allergisch reagieren. Dann kann der Schleim verdickt sein. Oder das System, das ihn normalerweise so diskret abtransportiert, kann in seiner Funktion eingeschränkt sein. Schliesslich produziert der Körper möglicherweise auch ein bisschen mehr Schleim als gewöhnlich. Das ist dann der Moment, in dem nur noch beherztes Schneuzen hilft.

Und selbst das bringt manchmal keine Erleichterung. Wenn sich die Nase nach dem x-ten Mal Schneuzen immer noch verstopft anfühlt, ist nicht der Schleim das Problem. Dann sind es die geschwollenen Nasenschleimhäute, die uns das Atmen erschweren.

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