Pannen und Ausgaben: Wo liegt bei der SBB der Hund begraben?
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Pannen und AusgabenWo liegt bei der SBB der Hund begraben?

Der Bund akzeptiert die lückenhafte Informationspolitik der SBB nicht mehr und verschärft die Kontrolle über die Bundesbahnen: Die Aufsichtsbehörde will genau wissen, wo die Ursachen für diverse Pannen auf dem Schienennetz liegen.

Und: Sie will von den SBB genauere Informationen darüber, wofür die Steuermilliarden verwendet werden. Das sagt Max Friedli, Direktor des Bundesamts für Verkehr (BAV), im Interview mit der SonntagsZeitung. «Die Kontrolle war bisher zu wenig tiefgreifend, weil uns die SBB das Material nicht im notwendigen Mass zur Verfügung gestellt hat.»

Verkehrsminister Moritz Leuenberger hat die SBB brieflich dazu aufgefordert, gegenüber den Aufsichtsbehörden mehr Kooperation zu zeigen. Das BAV wird seine bisherige Kontrollkapazität 2009 verdoppeln. Die SBB bekommen jährlich rund 1,5 Milliarden Franken Steuergelder für Unterhalt und Infrastruktur. Das Parlament und die Finanzkontrolle wollen jetzt genau wissen, was die SBB mit dem Geld anstellen. Vor allem möchte man wissen, wieso es überhaupt zu Pannen kommt.

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