Aktualisiert 06.01.2010 12:58

Reality-TVWo sind die neuen Fernsehformate?

Kaum haben wir «Popstars» überstanden, türmt sich bereits die nächste Reality-TV-Welle auf: Heute beginnt die neue Staffel von «DSDS», nächste Woche geht «Big Brother» in die zehnte Runde.

von
tny

Und sie singen, tanzen, wettern, weinen wieder: Mehr («DSDS») oder weniger («Big Brother») talentierte Menschen nehmen die abendliche Mattscheibe weiterhin in Beschlag.

«Deutschland sucht den Superstar»

Heute Mittwochabend um 20:15 Uhr startet die siebte Staffel von «Deutschland sucht den Superstar», zu dessen Casting sagenhafte 34'420 Kandidaten in 20 deutschen Städten erschienen sind. Die Jury um Pop-Titan Dieter Bohlen sucht diesmal nach einer extravaganten Persönlichkeit, wie er der Bild-Zeitung verriet: «Man muss heute auffallen, das sieht man bei Lady Gaga. Das ist ein kleines Mädchen mit dicken Beinen und keine Traumfrau. Aber sie fällt eben auf. Ihr Outfit ist anders, sie ist anders als die Normalität. So etwas ist gut.»

Eins steht fest: Das grösste Musik-Casting-Format im deutschen Fernsehen lebt weiterhin von Bohlens bissigen Kommentaren. «Ich lass mir bei «DSDS» keinen Maulkorb verpassen, dann würde ich lieber aufhören. Entweder, ich kann sagen, was ich denke, oder ich lass das ganz sein.»

«Big Brother 10»

Im Gegensatz dazu erübrigen sich bissige Kommentare bei «Big Brother» von selbst, das am Montag, 11. Januar, auf RTL 2 in die zehnte Runde geht. Unter dem Motto «Jeder hat ein Geheimnis» erhalten TV-Zuschauer siebenmal die Woche intime Einblicke ins Leben der tendenziell eher einfach gestrickten Bewohner des öffentlichen WG-Gefängnisses. Moderiert wird diese Staffel von der blonden Aleksandra Bechtel, die bereits in den Staffeln 2, 3 und 4 zu sehen war. Zum Start steigt im deutschen Hürth eine grosse Party, an der dem Anlass entsprechende Acts wie Scooter oder BB-Jürgen auftreten werden. Ausserdem haben sich zahlreiche Ex-Containerbewohner angekündigt, um den Einzug der neuen Kandidaten zu einem Event werden zu lassen.

Auch in England rollt die Reality-Welle weiter

Auch in Grossbritannien setzt man auf altbewährte Formate: Im englischen Fernsehen ist vor kurzem eine weitere Staffel von «Celebrity Big Brother» angelaufen. Hier befriedigen D-Promis wie Ekaterina Ivanova (die Ex von Ronnie Wood), DJ Basshunter oder Rapper Sisqo den Voyeurismus der Zuschauer. Letzterer dürfte auch beim Schweizer Publikum für einen Aha-Effekt sorgen, schliesslich sorgte er erst diesen Sommer für Aufregung, als bekannt wurde, dass er 1999 eine damals 14-jährige Schweizerin geschwängert hatte (20 Minuten Online berichtete).

Bei soviel Reality-TV stellt sich zwangsläufig die Frage, wann es dem Publikum langweilig wird. Wo sind die neuen Ideen für frische Fernseh-Formate? Diskutieren Sie darüber mit andern Usern im Talkback.

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