17.01.2015 23:04

Kein Dampf mehr

Wo sind die Steam Machines geblieben?

2014 stellte Valve eine neue Art von Gaming-PC vor, der die Stuben umkrempeln wollte. Nur: Die Steam Machines sind bis heute nicht erschienen.

von
Ill-FiL
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Eigentlich waren die Steam-Machines für Herbst 2014 angekündigt worden. Bisher fehlt von den Dampfkisten allerdings jede Spur. Jetzt sollen sie an der GDC in San Francisco offiziell vorgestellt werden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen bereits angekündigte Steam Machines. Ob sie tatsächlich erscheinen werden?

Eigentlich waren die Steam-Machines für Herbst 2014 angekündigt worden. Bisher fehlt von den Dampfkisten allerdings jede Spur. Jetzt sollen sie an der GDC in San Francisco offiziell vorgestellt werden. Im Folgenden zeigen wir Ihnen bereits angekündigte Steam Machines. Ob sie tatsächlich erscheinen werden?

Edelbau: Alienware ist bekannt für High-End-Game-PCs. Erscheinen soll die Konsole im September 2014, der Preis ist noch offen.

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Günstige Einsteiger: Die «Steam Machine A» und «Steam Machine I» von Cyberpower gehören mit 499 respektive 699 US-Dollarn zu den einfacheren Geräten.

Günstige Einsteiger: Die «Steam Machine A» und «Steam Machine I» von Cyberpower gehören mit 499 respektive 699 US-Dollarn zu den einfacheren Geräten.

Vor einem Jahr schürte Entwickler Valve die Vorfreude auf eine neue Art von Gaming-PCs, die sogenannten Steam Machines, die ähnlich wie Spielkonsolen funktionieren. Die auf dem offenen Betriebssystem Linux basierenden Kisten werden mit einem Pad bedient und an den TV angeschlossen.

Doch nicht nur das Betriebssystem, auch die Herstellung der PC-Konsolen soll offen für Drittanbieter sein. So schaffte es Valve, 14 PC-Hersteller an Bord zu holen, die alle ihre eigenen Steam Machines entwickeln woll(t)en (siehe Bildstrecke). Im Herbst 2014 sollten die neuen Wunderkisten erscheinen. Nur: Bis jetzt hat noch keine Steam Machine den Markt erreicht. Man fragt sich: Wo sind die Dampfmaschinen geblieben?

Lancierung 2014 wäre ideal gewesen

Die Ankündigung letztes Jahr hätte nicht passender sein können. Man hätte die Steam Machine flankierend mit den Next-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One verkaufen können. Die Wii U schrieb tiefrote Zahlen. Zudem ist die Steam-Plattform schon lange ein Marktplatz für hervorragende Spiele zu günstigen Preisen.

Für die Realisierung eines neuen Hardware-Konzepts braucht es aber nicht nur eine tolle Idee, sondern auch die entsprechenden Komponenten. Die gab es aber bis weit ins Jahr 2014 hinein nicht. Valve war zudem lange unzufrieden mit dem Design des Controllers, der anstelle von zwei Analog-Sticks Touchpads verwenden sollte.

SteamOS, das Linux-Betriebssystem für die Steam Machines, war zu lange keine valable Alternative zu Windows. Zudem gab es zum Zeitpunkt der Ankündigung noch Probleme mit Wi-Fi sowie mit Grafikkarten, die nicht von Nvidia stammten.

Hersteller müssen ihre Geräte verkaufen

Deshalb entschloss sich Valve, die Steam Machines auf dieses Jahr zu verschieben, wodurch die Dampfkisten seither fast völlig aus dem Fokus geraten sind. Nicht einmal an der CES 2015 waren sie ein Thema. Und die Hersteller, die sich dem Steam-Programm angeschlossen haben (wie beispielsweise Alienware) stehen momentan allein im Regen. Sie müssen sich überlegen, ob sie ihre als Steam Machines geplanten Geräte auch ohne Valve veröffentlichen wollen.

Diese Geräte müssten allerdings ohne SteamOS und Steam-Controller auskommen. Valve wiederum dürfte ihnen dann aber die Verwendung des Steam-Logos und die Bezeichnung «Steam Machine» verbieten. Und ohne dieses Branding wären die Geräte nichts weiter als «normale» PCs. Da die Hersteller aber schon Komponenten und Designs für ihre angekündigten Dampfmaschinen bestellt haben, müssen sie die «namenlosen» Geräte trotzdem verkaufen.

Entwickler wenden sich ab

Alienware hat aus dieser Unsicherheit heraus aus seiner als Flaggschiff-Steam-Machine geplanten Konsole eine Windows-Box mit Xbox-360-Controller gemacht. iBuyPower verwandelte seine Dampfkiste in eine ebenfalls auf Windows laufende Konsole mit dem Namen «SBX». Andere Hersteller wie Falcon Northwest und Digital Storm bewerben ihre kleinsten Windows-PCs, indem sie verkünden, dass sie dereinst zu Steam Machines werden könnten. Wann das sein soll, ist aber ungewiss.

Neuigkeiten Anfang März

Die Steam-Machines totzusagen, wäre aber falsch. Valve will eigenen Angaben zufolge an der diesjährigen Game Developers Conference Anfang März sein Schweigen brechen und endlich Klartext reden, wie das Unternehmen gegenüber dem Game-Portal Gamespot verlauten liess. Verschiedenen Quellen wieGizmodo zufolge will Valve dann neben anderen Ankündigungen auch die finale Version des Controllers zeigen.

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