Bezahlen im Ausland: Wo Trinkgeld eine Pflicht ist – und wo verboten

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Bezahlen im AuslandWo Trinkgeld eine Pflicht ist – und wo verboten

Auf Kreuzfahrtschiffen ist Trinkgeld oft obligatorisch und viele Länder kennen eigene Gepflogenheiten. Die wichtigsten Tipps zum finanziellen Zustupf.

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lin
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Reicht auf den nächsten vollen Betrag aufrunden? Trinkgelder können eine komplizierte Angelegenheit sein.

Reicht auf den nächsten vollen Betrag aufrunden? Trinkgelder können eine komplizierte Angelegenheit sein.

Kathleen Finlay
Auf der Rechnung in französischen Restaurants oder Cafés ist ein Betrag für den Service bereits enthalten. Trotzdem wird eine gute Bedienung normalerweise mit fünf bis zehn Prozent Trinkgeld belohnt. Das «pourboire» wird in den Rechnungsteller gelegt. In Bars freuen sich die Kellner ebenfalls über ein paar Münzen. Bei Taxifahrten wird mindestens das Aufrunden auf den nächsten Euro erwartet.

Auf der Rechnung in französischen Restaurants oder Cafés ist ein Betrag für den Service bereits enthalten. Trotzdem wird eine gute Bedienung normalerweise mit fünf bis zehn Prozent Trinkgeld belohnt. Das «pourboire» wird in den Rechnungsteller gelegt. In Bars freuen sich die Kellner ebenfalls über ein paar Münzen. Bei Taxifahrten wird mindestens das Aufrunden auf den nächsten Euro erwartet.

AP/Jacques Brinon
Oft ist auf der Rechnung in Italien bereits eine Servicegebühr inbegriffen. In der Regel werden trotzdem ein paar Euro Trinkgeld auf dem Tisch hinterlassen. Wie in Frankreich sind es rund fünf bis zehn Prozent. In Bars wird normalerweise kein Trinkgeld gegeben. In Taxis rundet man den Preis für die Fahrt meist auf den nächsten Euro auf.

Oft ist auf der Rechnung in Italien bereits eine Servicegebühr inbegriffen. In der Regel werden trotzdem ein paar Euro Trinkgeld auf dem Tisch hinterlassen. Wie in Frankreich sind es rund fünf bis zehn Prozent. In Bars wird normalerweise kein Trinkgeld gegeben. In Taxis rundet man den Preis für die Fahrt meist auf den nächsten Euro auf.

AP/Andrew Medichini

Guter Service in der Gastronomie wird normalerweise mit Trinkgeld honoriert. Viele sind sich aber unsicher, wie hoch es ausfallen soll. Man will schliesslich nicht protzen, aber auch nicht zu knausrig erscheinen.

In der Schweiz und vielen anderen Ländern ist im Endpreis im Restaurant oder Café eigentlich ein Entgelt für den Service bereits enthalten. Trotzdem sind Trinkgelder nicht verschwunden. Allerdings unterscheiden sich die Gewohnheiten von Land zu Land (siehe Bildstrecke).

Von obligatorisch bis verpönt

In den USA etwa lebt das Service-Personal oft fast vollständig vom Trinkgeld, da der staatliche Mindestlohn für Berufe der Branche nur 2.13 Dollar pro Stunde beträgt. In einigen asiatischen Ländern ist Trinkgeld verpönt oder gar per Gesetz verboten.

Doch nicht nur die Höhe des Trinkgelds kann zwischen Ländern oder verschiedenen Dienstleistungen variieren, auch die Art der Übergabe ist nicht überall dieselbe. In einigen Nationen wird die persönliche Übergabe des Trinkgelds erwartet, in den USA wird ein «Tip» direkt bei der Bezahlung mit der Kreditkarte verrechnet, in vielen europäischen Ländern lässt man das Geld auf der Rechnung liegen.

Dieser Artikel erschien in leicht geänderter Form im Juni 2016.

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