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Verschärfte MassnahmenWo und was kann ich ab Montag noch einkaufen?

Der Bund verschärft die Massnahmen gegen das Coronavirus und schliesst die Läden für Güter des nicht-täglichen Bedarfs. Welche Läden offen haben und welche Produkte du noch kaufen kannst im Überblick.

von
Janine Gloor
Barbara Scherer
Raphael Knecht
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Ab Montag, 18. Januar, kommt der Laden-Lockdown.

Ab Montag, 18. Januar, kommt der Laden-Lockdown.

20min/Marco Zangger
Geschäfte, die Lebensmittel und andere Güter des kurzfristigen und täglichen Bedarfs verkaufen, sind weiterhin geöffnet.

Geschäfte, die Lebensmittel und andere Güter des kurzfristigen und täglichen Bedarfs verkaufen, sind weiterhin geöffnet.

imago images/Hans Lucas
Alle Geschäfte, die keine Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen am Montag schliessen.

Alle Geschäfte, die keine Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen am Montag schliessen.

REUTERS

Darum gehts

  • Der Bundesrat verhängt einen Laden-Lockdown.

  • Nur noch Geschäfte mit Produkten des täglichen Bedarfs haben geöffnet.

  • Das Sonntagsverkaufsverbot und die Öffnungszeiten bis 19 Uhr sind wieder aufgehoben.

Ab 18. Januar müssen alle Geschäfte, die keine Produkte des täglichen Bedarfs verkaufen, schliessen. Welche Läden sind betroffen und welche Produkte darf man noch kaufen? Die wichtigsten Antworten im Überblick:

Welche Läden dürfen weiterhin offen haben?

Geschäfte, die Lebensmittel und andere Güter des kurzfristigen und täglichen Bedarfs verkaufen, sind weiterhin geöffnet. Ebenfalls offen bleiben Apotheken, Drogerien, Optikergeschäfte sowie Läden für Hörhilfen. Geschäfte, die Unterhalt und Reparatur anbieten, dürfen auch offen bleiben, zum Beispiel Wäschereien, Nähereien, und Fahrradgeschäfte. Ebenso Bau- und Hobbymärkte sowie Gartencentren und Blumenläden. Dasselbe gilt für Tankstellen. Das Abholen von bestellter Ware vor Ort ist weiterhin erlaubt.

Welche Produkte dürfen diese Läden führen?

Neben Essen und Getränken dürfen unter anderem auch Drogerieartikel wie Seife, Rasierzubehör, Produkte zur Babypflege, Wasch- und Putzmittel und Papeterieartikel verkauft werden. Elektronisches Zubehör wie Batterien und Akkus, dazu Geschirr, Kochuntensilien und Kerzen sind weiterhin im Laden erhältlich, ebenso Strumpfwaren, Babykleidung und Tierfutter sowie Schnittblumen.

Welche Produkte kann man in den Läden nicht mehr kaufen?

Gemäss der Ordnung dürfen nur noch die oben erwähnten Produkte in den Geschäften verkauft werden. Auch Läden wie Migros und Coop, deren Sortiment Produkte des täglichen Bedarfs und solche, die nicht dazu gehören, sind. «Wenn ein Geschäft Sortimentsbestandteile anbietet, die nicht zum täglichen und kurzfristigen Bedarf gehören, müssen diese abgedeckt werden», sagt Mike Schüpbach vom Bund. Das heisst, man kann im Coop beispielsweise keinen Toaster und keine Jacke kaufen.

Welche Öffnungszeiten gelten?

Die anhin geltende Regel, wonach die Läden, Tankstellenshops und Kiosks nach 19 Uhr schliessen mussten, gilt nicht mehr. «Wir kehren wieder zu den ursprünglichen Öffnungszeiten zurück, mit Ausnahme von Bahnhöfen oder Flughäfen, wo wir starke Frequenzrückgänge verzeichnen», sagt eine Sprecherin von Coop zu 20 Minuten. Bei der Migros werden vor Bekanntgabe der Öffnungszeiten am Montag zuerst die neue Verordnung und die Erläuterungen analysiert, heisst es auf Anfrage.

Kann man am Sonntag einkaufen?

Auch das Sonntagsverkaufsverbot für Läden, Tankstellen und Kiosks wurde wieder aufgehoben. Am Sonntag kann also wieder eingekauft werden.

Kann ich noch zum Coiffeur oder ins Kosmetikstudio?

Ja, Dienstleister wie Coiffeursalons, Reisebüros, Solarien, Waschsalons, Post und Banken bleiben weiter geöffnet. Auch Kosmetik- und Manicure-Studios dürfen offen bleiben, heisst es auf Anfrage beim Schweizer Fachverband für Kosmetik. Allerdings müssen die Dienstleister zwischen 19 Uhr und 6 Uhr geschlossen bleiben.

Laden-Lockdown

Detailhandel bittet um Hilfe

Die Schliessung der Non-Food-Läden ist für den Detailhandel ein schwerer Schlag, schreibt der Branchenverband der Swiss Retail Federation in einer Medienmitteilung. Der Verband habe auf einen Lockdown light im Detailhandel bis Ende Februar gehofft. Denn die Läden seien kein Ansteckungsherd. Durch die erneute Schliessung der Geschäfte, die nicht Güter des täglichen Gebrauchs verkaufen, entstehe ein monatlicher Umsatzverlust von rund 3,2 Milliarden Franken. Darum bittet die Branche den Bund um finanzielle Hilfe: Je nach Umsatzeinbruch aufgrund der verordneten Massnahmen im Vergleich zu 2019, soll ein Teil der Fixkosten vom Bund übernommen werden.

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1659 Kommentare
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hexe ü 60

14.01.2021, 21:49

erhalten nun auch die Arbeitslosen, Arbeit verloren nach dem 1.Lockdoun, 100% Lohn wie die kurzarbeit die ev ab März 21 noch Arbeit haben, die Arbeitslosen es aber Täglich schwerer haben Arbeit zu finden?Vor allem die ü 60 Jahren

Heidihauser

14.01.2021, 21:45

Wir tragen alle seit wochen masken was ja anscheinend nichts bringt. Halten uns an due regeln und werden noch mehr bestraft.Wie lange wollen wir uns noch bevormunden lassen. Genug ist genug

Cholter

14.01.2021, 21:41

Frech was der bundesrat über unseren kopf weg entscheidet. Gehn wir demonstrieren