Waleri Gerassimow: Wo war Putins Generalstabschef am «Tag des Sieges»?
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Waleri GerassimowWo war Putins Generalstabschef am «Tag des Sieges»?

Der russische «Tag des Sieges» brachte wenige Überraschungen. Auffällig war jedoch, dass einer der wichtigsten militärischen Befehlshaber fehlte: Waleri Gerassimow, der angeblich im Donbass verwundet wurde.

von
Reto Bollmann
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Waleri Gerassimow ist der Chef des Generalstabs der Streitkräfte Russlands.

Waleri Gerassimow ist der Chef des Generalstabs der Streitkräfte Russlands.

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Zusammen mit Verteidigungsminister Sergei Schoigu (vorne) ist er der wichtigste militärische Entscheidungsträger.

Zusammen mit Verteidigungsminister Sergei Schoigu (vorne) ist er der wichtigste militärische Entscheidungsträger.

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Doch bei den Feierlichkeiten zum «Tag des Sieges» am 9. Mai glänzte Gerassimow durch Abwesenheit.

Doch bei den Feierlichkeiten zum «Tag des Sieges» am 9. Mai glänzte Gerassimow durch Abwesenheit.

REUTERS

Darum gehts

  • Der militärische Generalstabschef Waleri Gerassimow fehlte am «Tag des Sieges».

  • Breits vorher gab es Gerüchte, wonach der General im Donbass verwundet worden sei.

  • Die Abwesenheit Gerassimows befeuert nun diese zusätzlich.

Keine Generalmobilmachung, keine Umbenennung von der «militärischen Spezialoperation» zum Krieg: Der russische «Tag des Sieges» am 9. Mai brachte entgegen vielen Erwartungen keine grossen Ankündigungen. So brachte der Blick auf die Teilnehmerliste eine der wenigen Überraschungen. Denn wie die BBC und verschiedene Experten und Expertinnen auf Twitter berichteten, fehlte der Chef des Generalstabs der Streitkräfte Russlands, Waleri Gerassimow. Angesichts seiner wichtigen Stellung und der militärischen Ausrichtung der Feierlichkeiten ist dies bemerkenswert.

Laut mehreren Medienberichten wurde Gerassimow verwundet und musste aus einem Kriegsgebiet in Izyum in der ukrainischen Region Charkiw evakuiert werden, als er Ende April die Frontlinien in der östlichen Region Donbass besuchte. Weder russische noch US-amerikanische Quellen haben diese Berichte jedoch bestätigt, wie «Newsweek» berichtet. Aber natürlich befeuert nun die Abwesenheit Gerassimows diese Gerüchte erneut.

Auch die «New York Times» berichtete am 1. Mai unter Berufung auf einen hochrangigen ukrainischen Beamten und zwei anonyme US-Beamte, der hochrangige General sei in den Donbass gereist, um Probleme an der russischen Front zu lösen.

Bei einem Ereignis wie dem «Tag des Sieges» würde Gerassimow als hochrangige militärische Persönlichkeit normalerweise in der Nähe des russischen Präsidenten Wladimir Putin stehen. Er gilt als einer der drei Personen, die zusammen mit Putin und Verteidigungsminister Sergei Schoigu den Einmarsch in die Ukraine geplant haben. Ausserdem hat Gerassimow neben Putin und Schoigu Zugriff auf einen der insgesamt drei Atomkoffer.

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