Drogen-Weltkarte: Wo wird gern gekifft und wo lieber gekokst?
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Drogen-WeltkarteWo wird gern gekifft und wo lieber gekokst?

Die Uno hat ihren Weltdrogenbericht veröffentlicht. Unsere interaktive Karte zeigt die regionalen Vorlieben für die verschiedenen Rauschmittel auf einen Blick.

von
kmo

Am häufigsten konsumieren die Menschen Cannabis. Das geht aus dem Weltdrogenbericht 2014 der Uno hervor. Hanf wächst in allen gemässigten bis tropischen Zonen. Die Droge wird dementsprechend in fast allen von der Uno untersuchten Ländern konsumiert, am häufigsten aber in Nordamerika, Südamerika und Europa sowie in Australien und Neuseeland. Allerdings ist der Konsum des Krauts rückläufig, noch rund 178 Millionen kiffen ab und zu.

Auch der Kokain-Konsum geht zurück

Auch der Konsum von Kokain ging laut der Uno in den vergangenen Jahren zurück. Die Anbaufläche der Kokastauden ist mit 133'700 Hektar auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebungen. Die Produktion findet fast ausschliesslich in Bolivien, Peru und Kolumbien statt. Verbreitet ist der Konsum in Südamerika, Nordamerika, Europa und Neuseeland. Auch die Südafrikaner greifen gern zu Kokain. In Nordamerika und Europa sinkt der Verbrauch allerdings.

Opiate und Opioide au dem Vormarsch

Zugenommen hat hingegen der Anbau von Opiaten. Ähnlich verhält es sich mit den Opioiden, zu denen etwa Heroin oder Methadon gehören. Opiate und Opioide werden aus Schlafmohn hergestellt. In Afghanistan, wo rund 80 Prozent des Schlafmohns angebaut wird, ist die Anbaufläche auf 209'000 Hektar gestiegen, in Myanmar auf 57'800 Hektar. Rund 16 Millionen Menschen konsumieren weltweit Opiate. Sie sind vor allem in den Herstellerländern Afghanistan und Myanmar zu finden, aber auch in Russland, Nigeria und Nordamerika.

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Ecstasy kommt aus der Mode

Der Verbrauch von Ecstasy ging laut der Uno mit 3 Prozent weniger Konsumenten am stärksten zurück. Weltweit berauschen sich noch rund 18,18 Millionen mit der Party-Droge. Am häufigsten schlucken Australier und Neuseeländer Ecstasy, gefolgt von Nordamerika, Israel, Albanien und den Niederlanden sowie Kanada, Russland, Spanien, Österreich, der Tschechischen Republik und der Ukraine

Amphetamine als besondere Herausforderung

Am besorgniserregendsten ist laut Uno-Bericht der deutlich steigende Amphetamin-Konsum. Demnach konsumierten rund 34,4 Millionen Menschen Drogen auf Amphetamin-Basis. Eine besondere Herausforderung sind die sogenannten Designerdrogen, deren Zahl kontinuierlich ansteigt. Im Dezember 2013 gab es bereits 348 solcher Drogen. Konsumiert werden diese Stoffe vorwiegend in Australien, Neuseeland, El Salvador und auf den Philippinen, gefolgt von den USA, Polen, Thailand, Nigeria, Südafrika und Grossbritannien.

In der Schweiz wurde im Jahr 2012 vor allem Cannabis konsumiert. 6,3 Prozent der Bevölkerung kiffte mindestens einmal in dieser Zeit.

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