Fussball: Wohlen trennt sich von Adrian Kunz
Aktualisiert

FussballWohlen trennt sich von Adrian Kunz

Der FC Wohlen hat sich nach nur drei Monaten von Trainer Adrian Kunz getrennt. Nachfolger wird der Pole Ryszard Komornicki.

Noch ehe Wohlen das erste Spiel der Rückrunde (die Partie vom Wochenende gegen Kriens fiel aus) bestritten hat, kam es zum grossen Knall. Der Verwaltungsrat entzog dem ehemaligen Bundesliga-Profi Kunz das (ohnehin geschwundene) Vertrauen ganz und entliess den 44-jährigen Berner. «Die kommenden 15 Spiele sind zu wichtig, als dass Verunsicherung und Unstimmigkeiten den Trainingsalltag bestimmen», schrieb der Klub in einem Communiqué.

Unter Kunz, der Mitte November Urs Schönenberger ersetzt hatte und damit seinen ersten Posten als Cheftrainer angetreten hatte, holte Wohlen in den letzten drei Partien vor der Winterpause drei Punkte. Dem Sieg in Carouge folgten die Niederlagen gegen Lugano und beim abgeschlagen letztklassierten Aufsteiger Brühl. In der unmittelbaren Vorbereitung auf die Rückrunde kamen Fehltritte gegen zwei Erstligisten (YF Juventus und Baden) dazu. Er habe es nicht verstanden, der Mannschaft die nötige Stabilität und Sicherheit mitzugeben, hiess es von Seiten des FC Wohlen. Engagiert worden war der ehemalige Schweizer Internationale Kunz als Stimmungsmacher, der «Freude vermitteln kann».

Komornicki kommt aus Ägypten

Für den Nachfolger von Kunz ist das Engagement in Wohlen eine Rückkehr. Ryszard Komornicki, der einen Vertrag bis Saisonende mit Option für ein weiteres Jahr unterschrieb, hatte den Freiämter Verein zu Beginn seiner zweiten Karriere zwischen Januar 1998 und Juni 1999 als Spielertrainer in die 1. Liga zurückgeführt. Zuletzt war der 51-jährige Pole Ausbildungschef des ägyptischen Klubs El Gouna, der Samih Sawiris gehört. In der Schweiz trainierte der langjährige Super-League-Spieler den FC Wil und Aarau. (si)

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