Wohlener Dreifachmord: Anwalt fordert Freispruch
Aktualisiert

Wohlener Dreifachmord: Anwalt fordert Freispruch

Der Dominikaner Jorge Arias (29) steht seit gestern wegen des Dreifachmordes von Wohlen AG vor Gericht. Die Anklage fordert eine lebenslange Zuchthausstrafe, die Verteidigung einen Freispruch.

Dem 29-Jährigen wird vorgeworfen, im Oktober 2000 im Personalhaus des Cabarets Denise in Wohlen drei Landsfrauen im Alter von 30 bis 34 Jahren aus dem Nachtclub-Milieu brutal ermordet zu haben. Er schlug mit einem Hammer auf die Frauen ein und schnitt ihnen die Kehlen durch. Eines der Opfer wies allein im Gesicht 21 Stich- und Schnittwunden auf.

Das Motiv blieb gestern weiter unklar: Der 29-Jährige stritt die Tat zwar nicht ab, wollte sich aber an nichts mehr erinnern können. «Ich habe in grossen Mengen Bier, Whisky und Kokain konsumiert und bin unruhig und nervös gewesen», so Arias. Nach der Tat klaute er den Opfern Schmuck sowie 200 Franken Bargeld, reinigte die Wohnung und fuhr mit dem Taxi nach Zürich.

Die Staatsanwaltschaft fordert wegen mehrfachen Mordes eine lebenslange Zuchthausstrafe und 15 Jahre Landesverweis. Die Verteidigung verlangt einen Freispruch vom Mordvorwurf. Der Mann sei auf Grund seines Zustandes zur Tatzeit nicht schuldfähig gewesen. Das Urteil wird heute erwartet.Der Prozess findet aus Sicherheitsgründen in den Räumlichkeiten der Mobilen Einsatzpolizei in Schafisheim statt.

(dapd)

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