Aktualisiert 13.08.2009 19:17

SchaffhausenWohnen, Sport und Veranstaltungen statt Industrie

Auf dem Gelände der ehemaligen Stahlgiesserei im Mühlental in Schaffhausen soll neben Wohn- und Gewerbebauten auch eine neue Sporthalle entstehen. Geplant ist ausserdem, die bestehende Veranstaltungshalle zu sanieren.

Die Stadt Schaffhausen, der Kanton und die Eigentümer wollen bis Jahresende dazu eine Machbarkeitsstudie erstellen, sagte Thomas Holenstein von der Wirtschaftsförderung am Freitag vor den Medien.

Neue Lösung für Hallensportzentrum

Mit dem Neubau einer Sporthalle könnte Schaffhausen auch ein Nationales Hallensportzentrum (Naspo) verwirklichen, nachdem die ursprünglichen Pläne für einen Neubau im Schweizersbild im April 2008 an der Urne abgelehnt worden waren.

Die jetzigen Pläne sehen eine dezentrale Lösung vor: die bestehende Halle im Schweizersbild soll umgebaut und für das Training genutzt werden, in einem Neubau sind Unterkünfte geplant. Realisiert werden soll dieser Teil des Projekts durch die Stiftung «Sporthalle Schaffhausen».

In der neuen Halle auf dem Gelände der Stahgiesserei könnten dann nationale und internationale Wettkämpfe mit bis zu 2000 Zuschauern stattfinden. Gleichzeitig soll die Dreifachturnhalle für Schul- und Vereinssport genutzt werden.

Platz für Kongresse und Kultur

Stadt und Kanton könnten mit dem Projekt mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Sowohl für Vereine als auch für die Schulen stünde mehr Platz zur Verfügung, ausserdem wäre Schaffhausen für sportliche Grossveranstaltungen gerüstet. Daneben fehlt es aber auch an Raum für Kongresse oder Konzerte.

Diese fänden in der bestehenden Veranstaltungshalle auf dem Giessereigelände einen geeigneten Rahmen. Platz fänden hier bis zu 1500 Personen. Allerdings müsste der historische Bau saniert werden. Die notwendige Infrastruktur könnten Sport- und Veranstaltungshalle gemeinsam nutzen.

Konkrete Pläne gibt es jedoch noch nicht, zunächst soll die Machbarkeit abgeklärt werden. Die Projektkosten dafür betragen 800'000 Franken, die Bund, Kanton, Stadt und Eigentümer tragen. Erste Schätzungen über die Gesamtkosten belaufen sich auf 20 bis 30 Mio. Franken.

Die ehemalige Stahlgiesserei ist eine riesige Industriebrache, nicht weit von der Innenstadt entfernt. Insgesamt umfasst das Gelände eine Fläche von rund 80'000 Quadratmeter. Die Eigentümer Klaiber Immobilien AG und Gabl Hoch- und Tiefbau planen hier ausserdem rund 240 Wohnungen sowie Büro- und Gewerberäume. Für eine weitere Fläche bestehen noch keine Pläne. (sda)

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