Roter Planet – Sieht so einst unser Leben aus dem Mars aus?
So sollen wir einst auf dem Mars schlafen: Die Visualisierungen für Plan C, ein Projekt eines ukrainischen Architekturbüros, zeigen schlichte Schlafzimmer mit riesigen Bildschirmen an der Decke.

So sollen wir einst auf dem Mars schlafen: Die Visualisierungen für Plan C, ein Projekt eines ukrainischen Architekturbüros, zeigen schlichte Schlafzimmer mit riesigen Bildschirmen an der Decke.

Makhno Studio
Publiziert

ZukunftsvisionWohnen wir einst so auf dem Mars?

Geht es nach einem ukrainischen Architekturbüro, leben wir einst in einem donutförmigen Gebäude auf dem Mars.

von
Meret Steiger

Während des Lockdowns hat das ukrainische Architekturbüro Makhno Studio sich damit beschäftigt, was passiert, wenn die Menschheit nicht mehr auf der Erdoberfläche leben kann. Makhno Studio hat versucht, eine möglichst komfortable Art vom Leben im Untergrund zu entwerfen – gewissermassen einen alltagstauglichen Bunker.

Aus dieser ursprünglichen Idee entstand schliesslich das Projekt Plan C: Ein Konzept, das aufzeigt, wie die Menschheit einst auf dem Mars leben könnte. Der Projektentwurf zeigt eine donutförmige Struktur, die im Inneren eines Krater angesiedelt ist. Die Form und der Krater würden die Konstruktion vor den Umwelteinflüssen auf dem Mars schützen, zum Beispiel Sandstürmen.

So könnte die Mars-Siedlung von Aussen aussehen: Eine donutförmige Struktur …

So könnte die Mars-Siedlung von Aussen aussehen: Eine donutförmige Struktur …

Makhno Studio
… am Rande eines Mars-Kraters. Die Form und Lage soll die Siedlung und seine Bewohnerinnen und Bewohner …

… am Rande eines Mars-Kraters. Die Form und Lage soll die Siedlung und seine Bewohnerinnen und Bewohner …

Makhno Studio
… vor den Sandstürmen auf dem Planeten beschützen.

… vor den Sandstürmen auf dem Planeten beschützen.

Makhno Studio

Aussenwände aus dem 3D-Drucker

Die Aussenwände von Plan C würden mit besonders grossen 3D-Druckern hergestellt. Das soll nicht nur schneller gehen, sondern auch ein anderes Problem lösen: Das Sauerstofflevel auf dem Mars macht es für Menschen schlicht unmöglich, ohne Raumanzüge und ständiger Sauerstoffzufuhr zu bauen.

Diese Wände schützen dann Gemeinschafts- und Essensräume, Forschungsstationen, Schlafräume und weiteres. Für das Design wurde das Architekturbüro von den harschen Bedingungen, die auf dem Mars herrschen, inspiriert: «Das Interior vereint zwei Welten: Den unbekannten Mars und unsere geliebte Erde. Die Sandstürme auf dem Mars haben uns zu den Farben inspiriert, die Pflanzen sollen zeigen, dass man auf einem toten Planeten leben kann», sagt das Makhno Studio.

Pflanzen zum Überleben

Die grosse Gemeinschaftshalle soll mit Pflanzen gefüllt sein: Mit speziellen Lampen soll das Wachstum angekurbelt werden, damit die Pflanzen möglichst viel Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandeln können und die Bewohnenden so mit frischer Luft versorgen. Nebst Luft geht es aber auch um Nahrung: In kugelförmigen Gewächshäusern, die an Planeten erinnern, sollen Früchte und Gemüse angepflanzt werden.

Mit möglichst vielen Pflanzen soll sich der unterirdische Lebensraum anfühlen, als wäre es draussen.

Mit möglichst vielen Pflanzen soll sich der unterirdische Lebensraum anfühlen, als wäre es draussen.

Makhno Studio
Neben vielen Bäumen und anderen Pflanzen zeigt die Visualisierung auch einen Bach.

Neben vielen Bäumen und anderen Pflanzen zeigt die Visualisierung auch einen Bach.

Makhno Studio
In solchen kugelförmigen Gewächshäusern sollen Früchte und Gemüse angepflanzt werden.

In solchen kugelförmigen Gewächshäusern sollen Früchte und Gemüse angepflanzt werden.

Makhno Studio

Die Schlafräume sind möglichst schlicht gehalten. Es hat jeweils Platz für zwei Personen, Möbel gibt es kaum. Dafür einen riesigen Bildschirm an der Decke, auf dem entweder Filme geschaut werden können, oder auf den ein Himmel oder eine Landschaft projiziert werden kann. «Freizeit ist auch im Weltall wichtig», erklärt das Studio auf seiner Website.

So könnte die Gemeinschaftshalle von Plan C aussehen: Die Bäume sollen für frische Luft sorgen.

So könnte die Gemeinschaftshalle von Plan C aussehen: Die Bäume sollen für frische Luft sorgen.

Makhno Studio

Ein Gym gegen Muskelschwund

Neben den Schlaf- und Gemeinschaftsräumen enthält das Konzept von Plan C auch noch ein Fitnesscenter. Dort sollen sich die Bewohnerinnen und Bewohner bewegen können und Muskelschwund durch die geringe Schwerkraft verhindern. Eine Art Spa gibt es auch: So sollen sich die künftigen Einwohnerinnen und Einwohner des Planeten in schwebenden Kapseln entspannen können. «In den Kapseln sollen die Menschen den Kopf freibekommen und sich den neuen Begebenheiten anpassen können», sagt Makhno Studio.

Damit die Menschheit auch auf dem Mars fit bleibt, ist bei Plan C ein Gym eingeplant.

Damit die Menschheit auch auf dem Mars fit bleibt, ist bei Plan C ein Gym eingeplant.

Makhno Studio
Und auch für Wellness ist gesorgt: In solchen Schwerelosigkeits-Kapseln soll man entspannen können.

Und auch für Wellness ist gesorgt: In solchen Schwerelosigkeits-Kapseln soll man entspannen können.

Makhno Studio

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