Stadt Zürich: Wohnungs-Vermittler Mata-Dienst ist pleite
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Stadt ZürichWohnungs-Vermittler Mata-Dienst ist pleite

Das Konkursamt hat am Mittwoch den bekannten Wohnungs-Vermittler Mata-Dienst an der Löwenstrasse versiegelt. Die Firma soll unter anderem Steuerschulden haben.

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Das Büro des Mata-Diensts ist verwaist ...

Das Büro des Mata-Diensts ist verwaist ...

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... und versiegelt durch das Konkursamt.

... und versiegelt durch das Konkursamt.

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Wer in Zürich eine Wohnung sucht, hat es schwer und nimmt deshalb nicht selten den Mata-Dienst in Anspruch. Seit über 80 Jahren sucht das Unternehmen mit Sitz an der Löwenstrasse für Hunderte von Kunden Wohnraum vom möblierten Studentenzimmer bis zur Luxus-Villa. «Ersparen Sie sich Zeit, Ärger, Kosten und Umtriebe!», wie es auf der Website heisst. Die Einschreibgebühr beträgt schon mal 50 Franken.

Dieses Geld haben wohl einige in den Sand gesetzt, denn die Mata-Dienst AG ist Konkurs. Gemäss Moneyhouse befindet sich die Firma in Liquidation. Am Mittwoch wurde das Büro versiegelt. Der Anrufbeantworter meldet in vier Sprachen bloss: «Das Büro Mata-Dienst bleibt für rund zwei Wochen geschlossen.»

Wie 20 Minuten weiss, soll das Unternehmen unter anderem Steuerschulden haben. Die Firmeneigentümerin und alleinige Aktionärin Inamaria Adamopoulos bestätigt den Konkurs, möchte sich aber auf Anfrage nicht dazu äussern. Nur so viel: «Wir kommen wieder.» Sie stecke in Verhandlungen mit einem Nachfolger, der den Namen Mata-Dienst übernehmen und das Geschäft in dieser Form weiterführen wolle.

Vermittlungsgebühr 75 Prozent der ersten Miete

Der erste Mann von Adamopoulos hatte den Mata-Dienst vor über 80 Jahren gegründet. Er sah damals die vielen leer stehenden Zimmer in den alten Häusern und kam auf eine Idee: Die Hausbesitzer sollen diese doch an Studenten vermitteln. Diese würden ihnen dann nicht nur Gesellschaft leisten, sondern sich auch ums Haus kümmern. Das Geschäft florierte.

Seit 1988 führte sie das Geschäft allein weiter. Dem «Tagblatt der Stadt Zürich» sagte die heute 76-jährige Adamopoulos einmal, es liege ihr nach wie vor am Herzen, Studenten ein günstiges Zimmer vermitteln zu können. Für sie wie für alle Mata-Dienst-Kunden galt: Kam ein Vertrag zustande, bezahlte man als Vermittlungsgebühr 75 Prozent der ersten Wohnungsmiete.

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