Wohnungsmarkt bleibt in der Schweiz prekär
Aktualisiert

Wohnungsmarkt bleibt in der Schweiz prekär

Die Wohnungssuche bleibt ein frustrierendes Unterfangen. Der Leerwohnungsbestand hat seit 1998 kontinuierlich abgenommen.

Damals stand die Leerwohnungsziffer bei 1,85 Prozent. Im Juni 2004 lag die Ziffer lediglich bei 0,91 Prozent.

Insgesamt wurden 33 600 leerstehende Wohnungen registriert. «Bei einem Wert über 1,8 Prozent ist der Wohnungsmarkt entspannt», erklärte Kamel Chaouach vom Bundesamt für Statistik auf Anfrage. Bei Werten unter einem Prozent würde er von einer prekären Situation sprechen.

In Zürich minim besser

Nur minim entschärft hat sich der Markt im Kanton Zürich: Die Leerwohnungsziffer erhöhte sich von 0,35 auf 0,55 Prozent. Die Anzahl leerstehender Wohnungen hat sich um 1279 zusätzliche Wohnungen erhöht. Insgesamt waren Anfang Juni 3393 Wohnungen zu haben.

Mit einer prekären Wohnsituation haben die Kantone Genf (0,15%), Basel-Landschaft (0,40%), Zug (0,41) und Schwyz (0,48%) zu kämpfen. Am meisten freie Wohnungen gibt es derweil in den Kantonen Glarus (2,32%), Appenzell Ausserrhoden (1,88%), Thurgau (1,84%), Appenzell Innerrhoden und Jura (beide 1,81%) und dem Kanton Solothurn (1,79%).

Mehr leere Wohnungen in Neubauten

Über einen Drittel mehr freie Wohnungen als im Vohrjahr gab es Anfang Juni 2004 in Neubauten, teilte das BFS weiter mit. Vergrössert hat sich auch das Angebot an Mietwohnungen und zwar um 6 Prozent. Im Gegensatz dazu gab es weniger freie Einfamilienhäuser (-8%) und weniger zu verkaufende Wohnungen (-13%).

(sda)

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