Aktualisiert 05.03.2004 09:57

Wohnungsnot: Bald Entspannung in Sicht

Bei der grassierenden Wohnungsnot in der Schweiz zeichnet sich Entspannung ab. Letztes Jahr wurden vier Prozent mehr Wohnungen als im Vorjahr erstellt. In den letzten drei Monaten betrug die Steigerung sogar 14 Prozent.

Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte, befindet sich der Wohnungsbau im Aufwind.

Im vierten Quartal 2003 wurden in der Schweiz 10.100 Wohnungen erstellt. Dies waren 1.250 Wohnungen mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Mit Ausnahme der kleinen Gemeinden wurden überall mehr Wohnungen gebaut. In den städtischen Agglomerationen kamen 3.400 neue Wohnungen auf den Markt, 25 Prozent mehr als im Vorjahr.

Übers ganze Jahr hinweg verlief das Wachstum etwas flacher. Gemäss den provisorischen Resultaten wurden 32.650 Wohnungen neu erstellt, vier Prozent mehr als im Vorjahr.

Die zusätzlichen Wohnungen treffen auf einen stark angespannten Markt: Mitte 2003 war der Leerwohnungsbestand in der Schweiz erstmals seit zehn Jahren wieder unter die kritische Grenze von einem Prozent abgesackt. Nur 31.300 standen damals leer.

Neben den neuen Wohnungen zeigen nun auch die Baugesuche und die im Bau stehenden Wohnungen nach oben. Ende 2003 befanden sich 41.500 Wohnungen im Bau, 15 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Baubewilligungen stiegen übers ganze Jahr um 13 Prozent auf 41.580. Im vierten Quartal wurden 16 Prozent mehr Baubewilligungen erteilt als ein Jahr zuvor. (dapd)

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