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Internet-NeppWohnungsnot wird schamlos ausgenutzt

Ein junges Paar ist auf ein betrügerisches Internet-Angebot für eine Mietwohnung in Basel hereingefallen. Es zahlte über 4000 Fr. per Geldtransfer nach England für die Kaution, den Vertrag und die Schlüssel zu einem Logis, das gar nicht frei ist.

Das Paar war vor ein paar Wochen im Web auf die angeblich freie Wohnung an der Erlenstrasse gestossen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte. Nach der Kontaktaufnahme per E-Mail mit dem vermeintlichen Vermieter machte es die Überweisung.

Misstrauen kam zu spät

Als das Paar danach nichts mehr hörte und misstrauisch wurde, stellte es nach eigenen Abklärungen fest, dass in der betreffenden Liegenschaft gar keine Wohnung frei ist. Die Bilder im Internet zeigten zudem ein völlig unbekanntes Objekt.

Laut Staatsanwaltschaft wird derzeit «eine wohl nicht unerhebliche Anzahl» von Wohnungen betrügerisch angeboten. Die Anbieter wollten bloss den Opfern unter Vorwänden Geld abknöpfen. Die Behörde warnt vor Überweisungen vor einem Ortstermin und unterzeichneten Verträgen. Betrogene sollten Anzeige erstatten.

Ähnlicher Fall im Februar

Ein ähnlicher Fall war zuletzt im Februar publik geworden. Damals hätte ein Paar für eine im Internet angebotene Wohnung im Basler Schützenmattquartier einem Vermieter in England zwei Monatsmieten im Voraus überweisen sollen. Misstrauen hielt es davon ab. Auch jenes Logis war nicht frei und von Unbekannten angeboten worden.

(sda)

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