Müll-Kosovaren: Wohnungssuche: Ball liegt bei den Ademajs
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Müll-KosovarenWohnungssuche: Ball liegt bei den Ademajs

Im Fall des Thurgauer «Müll-Kosovaren» zeichnet sich eine Lösung ab: Auf Vermittlung kann Murtez Ademaj jetzt eine Mietwohnung besichtigen.

von
mko/eli
Wenig Interesse an der vorgeschlagenen Wohnung: Das Ehepaar Ademaj.

Wenig Interesse an der vorgeschlagenen Wohnung: Das Ehepaar Ademaj.

«Der Ball liegt nun bei Herrn Ademaj», sagt Armin Eugster, Gemeindepräsident von Bürglen. Die Ademajs können dieser Tage in ihrer Thurgauer Wohngemeinde eine Mietwohnung besichtigen. Nebst der Gemeinde hat sich in den vergangenen Wochen auch der kosovarische Verein St. Gallen dafür eingesetzt, dass Bewegung in den verfahrenen Fall kommt.

Eugster: «Wichtig ist, dass uns die ganze Angelegenheit keinen Franken kostet.» Die Gemeinde zahle keine Miet- oder Umzugskosten, sondern habe lediglich vermittelt.

Ademaj selbst scheint allerdings wenig Interesse an einer anderen Wohnung zu haben. «Für mich hat sich gar nichts ge­ändert», so Ademaj gestern. In einem Schreiben an die Gemeinde erklärt der Kosovare sogar: «Ich habe das Recht, keine Wohnung von der Gemeinde zu akzeptieren, egal was für eine.»

In der Gemeinde Bürglen scheint sich derweil Resignation breit zu machen. «Hauptsache er wirft keinen Müll mehr in irgendeinen Garten», sagt ein Gewerbler stellvertretend für die Einwohner. Der Kosovare, der aus Protest seinen Garten vermüllte, hätte bereits im Dezember das Haus im Dorfzentrum verlassen sollen.

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