Trimmis GR - Wolf attackiert Kuh auf Sayser Alp
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Trimmis GR Wolf attackiert Kuh auf Sayser Alp

Ein Bild einer verletzten Kuh macht auf Social Media die Runde. Die Verletzungen sollen von einem Wolf stammen.

von
kat
Pascal Eicher
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Die Wunden der Kuh wurden mit Desinfektionsspray behandelt.

Die Wunden der Kuh wurden mit Desinfektionsspray behandelt.

20 Min/News-Scout
Eigentlich ernähren sich Wölfe von Wildtieren (Symbolbild).

Eigentlich ernähren sich Wölfe von Wildtieren (Symbolbild).

Pexels/Vincent M.A. Janssen
Dennoch häufen sich diesen Sommer Fälle von Wolfsrissen (Symbolbild).

Dennoch häufen sich diesen Sommer Fälle von Wolfsrissen (Symbolbild).

imago images/Martin Wagner

Darum gehts

  • Eine Kuh in Trimmis GR wurde durch einen Angriff schwer verletzt. Vermutet wird eine Wolfsattacke.

  • Laut Gemeindepräsident Roman Hug sollten Nutztiere jagende Wölfe, gezielt verfolgt werden können.

  • Auch im Kanton St. Gallen wurden diesen Sommer zahlreiche Wolfsattacken gemeldet.

  • Die SVP des Kantons St. Gallen fordert Abschussfreigabe für den Wolf.

Das Foto einer verletzten Kuh macht laut einem News-Scout in der Gemeinde Trimmis GR die Runde. Es soll sich um eine Wolf-Attacke handeln. «So etwas gibt einem zu denken. Die Leute sind besorgt», so der News-Scout. Tatsächlich kam es am 9. August zu einem Übergriff auf eine Kuh auf der Sayser Alp, wie Marc Hosig vom Amt für Jagd und Fischerei Graubünden bestätigt. Ganz in der Nähe sei es am 27. Juli zu einem Übergriff auf ein Kalb gekommen. Bisher seien dies die beiden einzigen Vorfälle dieser Art in der Region. Um welchen Wolf es sich handelt, sei nicht bekannt.

Auffallend an dem Foto des News-Scouts ist die blaue Farbe, die offenbar auf die Wunden des Tieres gesprüht worden ist. Es handelt sich dabei um die Spuren eines Desinfektionssprays, wie Kantonstierarzt Giochen Bearth auf Anfrage bestätigt.

Selten Risse bei Nutztieren

Dass Wölfe Nutztiere töten oder verletzen, passiert jedoch seltener, als man glauben mag: «Wir haben in der Region schätzungsweise 50 Wölfe, die sich fast alle von Wildtieren ernähren. Das Problem ist, dass wir diejenigen Wölfe, die Nutztiere jagen, erst dann verfolgen können, wenn bereits Nutztiere gestorben sind. Optimal wäre es, diese Wölfe gezielt jagen zu können, bevor weitere Risse die Landwirtschaft erheblich beeinträchtigen», sagt Roman Hug, Gemeindepräsident von Trimmis GR.

In St. Gallen fordert SVP Abschuss vom Wolf

Es handelt sich bei dieser Wolfsattacke nicht um einen Einzelfall. Insbesondere im Kanton St. Gallen wurden in jüngster Vergangenheit mehrere Wolfsrisse vermeldet. Erst letzten Donnerstag wurde auf der Alp Mornen-Erdis im Murgtal ein trächtiges Rind von Wölfen angegriffen und verletzt, wie die Staatskanzlei vom Kanton St. Gallen kürzlich mitteilte. Ausserdem seien diesen Sommer 15 weitere Schafe auf der Alp Valtüsch im Weisstannental sowie 25 Schafe und eine Ziege auf fünf Alpen im Werdenberg, im Obertoggenburg und in Flums gerissen worden.

Auf diese Meldung reagiert hat die SVP des Kantons St. Gallen. Sie fordert in einer Medienmitteilung vom Dienstag die sofortige Abschussfreigabe für den Wolf, um weitere Schäden noch in diesem Sommer vermeiden zu können. Zuwarten sei fehl am Platz, da weitere Nutztiere in den nächsten Tagen und Wochen dem Wolf zum Opfer fallen könnten.

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