Wildhaus SG - Wolf reisst im Kanton St. Gallen in einer Woche acht Schafe
Publiziert

Wildhaus SGWolf reisst im Kanton St. Gallen in einer Woche acht Schafe

Gleich an mehreren Orten im Kanton St. Gallen hat ein Wolf zugebissen. Ob es ein einzelnes Tier war, wird nun abgeklärt. Auf der Roslenalp, wo vier Schafe starben, wurde nun ein Zaun errichtet.

von
Leo Butie
1 / 6
Ein Wolf treibt  im Alpstein und im Toggenburg sein Unwesen. 

Ein Wolf treibt im Alpstein und im Toggenburg sein Unwesen.

imago images/alimdi
Seit letztem Freitag wurden acht Schafe gerissen. 

Seit letztem Freitag wurden acht Schafe gerissen.

imago images/Westend61
Die ersten Risse wurden am 16. Juli auf der Roslenalp vermeldet. Zwei tote Schafe wurden dort entdeckt. Zwei weitere Tiere waren so schwer verletzt, dass man sie erlösen musste.

Die ersten Risse wurden am 16. Juli auf der Roslenalp vermeldet. Zwei tote Schafe wurden dort entdeckt. Zwei weitere Tiere waren so schwer verletzt, dass man sie erlösen musste.

Google Maps

Darum gehts

  • Ein Wolf hat am 16. Juli auf der Roslenalp zwei Schafe gerissen. Zwei weitere mussten wegen ihrer Verletzungen erlöst werden.

  • Am 20. Juli hat ein Wolf zwei weitere Schafe auf dem Gulmen bei Wildhaus gerissen.

  • Ob es der gleiche Wolf war, muss nun mit einer DNA-Analyse herausgefunden werden.

  • Auf der Roslenalp werden die Schafe nun durch einen Zaun geschützt.

Innert einer Woche wurde an zwei verschiedenen Orten im Süden des Kantons St. Gallen Schafsrisse durch einen Wolf vermeldet. Der erste Riss ereignete sich am 16. Juli auf der Roslenalp, wo zwei tote Schafe entdeckt wurden. Zwei weitere Tiere waren so schwer verletzt, dass man sie erlösen musste. Wie das «Tagblatt» schreibt, befand sich die Schafsherde in einem offenen Gelände und war nicht eingezäunt. Nur wenige Tage später, am 20, Juli, wurden zwei weitere Risse vermeldet. Dieses Mal auf dem Gulmen bei Wildhaus SG.

Nun wurden in dieser Woche nochmals Risse bekannt. «Letzte Nacht wurden zwei weitere Schafe im Gebiet Nesslau SG gerissen», sagt Nathan Rudin, Fachmitarbeiter Jagd beim Amt für Natur, Jagd und Fischerei gegenüber 20 Minuten.

Gemäss Dominik Thiel, Leiter des Amts für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St. Gallen, muss nun festgestellt werden, ob es sich um ein einheimisches Tier handelt. Weiters muss auch abgeklärt werden, ob beide Risse durch das gleiche Tier geschahen. Auch ist noch unklar, ob es sich um einen einzigen Wolf handelt, oder ob es mehrere Tiere sind. Bis man die Resultate erhält, wird man sich gedulden müssen. «In der Regel erhalten wir die Resultate ein bis zwei Monate später. Wichtig ist dabei zu erwähnen, dass es einzig um die Bestimmung des Individuums geht», sagt Rudin.

Wolf wurde am Zaun gesichtet

Wegen der Risse sind die Schafe auf der Roslenalp nun durch einen Zaun geschützt. Entsprechende Zaunelemente wurden mit einem Helikopter auf die Alp geflogen. Wie Dominik Thiel berichtet, sei ein Wolf beim Zaun gesichtet worden, der beim Anblick des Zauns wieder umkehrte. Diese Sichtung, die am 18. Juli stattfand, ist bisher die Letzte des Raubtiers.

Weitere Risse können derzeit nicht ausgeschlossen werden. «Risse sind generell jederzeit möglich. Bei dauerndem Wolfbestand muss immer damit gerechnet werden», sagt Rudin. Doch mit einem gut funktionierenden Herdenschutz könne man die Anzahl der Risse reduzieren.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00

Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

Deine Meinung

14 Kommentare