Erste Fälle: Wolf reisst sieben Schafe im Werdenberg

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Erste FälleWolf reisst sieben Schafe im Werdenberg

Im Gebiet nördlich der Linie Gamsberg, Fulfirst, Alvier, Gauschla wurden vergangene Woche sieben gerissene und drei von Bissen verletzte Schafe gemeldet.

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taw
Blick aus dem Flussbett des Rheins bei Fläsch auf Gonzen (links) und Gauschla. (Bild: Wikipedia/Magnus Manske)

Blick aus dem Flussbett des Rheins bei Fläsch auf Gonzen (links) und Gauschla. (Bild: Wikipedia/Magnus Manske)

Bei der Wildhut des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei gingen Ende vergangener Woche Meldungen zu mehreren toten und verletzten Schafen im Gebiet nördlich der Linie Gamsberg, Fulfirst, Alvier, Gauschla ein. Auf drei verschiedenen Alpen in den Gemeinden Grabs, Sevelen und Wartau wurden insgesamt sieben gerissene und drei von Bissen verletzte Schafe gefunden.

Beim Augenschein bestätigten die Wildhüter, dass die Tiere vom Wolf gerissen oder verletzt wurden. Zur Identifizierung wurden DNA-Proben entnommen. Fünf weitere Schafe werden vermisst. Die Gründe für deren Verschwinden sind allerdings nicht geklärt.

Die zuständigen Personen der noch bestossenen Alpen im betroffenen Gebiet wurden durch die Fachstelle für Herdenschutz sofort über die Wolfsrisse orientiert mit der Empfehlung, die Schafe abzuziehen.

Bedingungen für Abschuss

Gemäss eidgenössischer Jagdverordnung kann der Kanton als Massnahme gegen einzelne Wölfe eine Abschussbewilligung erteilen, wenn diese erheblichen Schaden an Nutztieren anrichten. Als erheblicher Schaden gilt, wenn im Streifgebiet:

- innerhalb von vier Monaten mindestens 35 Nutztiere oder

- innerhalb eines Monats mindestens 25 Nutztiere getötet werden oder

- mindestens 15 Nutztiere getötet werden, nachdem im Vorjahr bereits Schäden durch Wölfe zu verzeichnen waren.

Im genannten Gebiet gab es erstmals durch den Wolf getötete Nutztiere.

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