Aktualisiert 11.10.2017 11:26

Maienfeld GRWolf richtet Blutbad in Bündner Herrschaft an

In der Bündner Herrschaft sind 15 Schafe gerissen worden. Ein Gemeindevertreter geht davon aus, dass es ein Wolf war.

von
jeh
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Insgesamt 15 Schafe wurden in der Nacht auf Montag...

Insgesamt 15 Schafe wurden in der Nacht auf Montag...

... auf der Alp Stürfis ob Maienfeld gerissen. Fünf Tiere...

... auf der Alp Stürfis ob Maienfeld gerissen. Fünf Tiere...

In der Nacht auf Montag hat auf der Alp Stürfis vermutlich ein Wolf Schafe attackiert. Gemäss einem Bericht der Zeitung «Prättigauer & Herrschäftler» wurden beim Angriff 15 Schafe getötet oder schwer verletzt. Fünf Tiere seien bereits tot gewesen und zehn hätten von ihren schweren Rissverletzungen erlöst werden müssen. Dies erklärte der Schaf-Verantwortliche der Gemeinde Maienfeld, Hansruedi Möhr, gegenüber der Zeitung.

Ob es sich beim Angreifer wirklich um einen Wolf handelt, ist noch nicht bestätigt. Möhr ist jedenfalls überzeugt davon: «Welches Tier hätte dort sonst in einer Nacht ein solches Massaker anrichten können?», sagt er. Der Wildhüter nahm eine DNA-Probe, die zur Untersuchung ins Labor geht. In Maienfeld wird nun geprüft, wie die bestehenden Schutzmassnahmen verstärkt werden können.

«Ein solches Massaker geht einem nahe», sagt Möhr gegenüber 20 Minuten. Er sei ja kein absoluter Wolfsgegner, aber nach diesem Vorfall sei ihm klar, dass man die Raubtiere auch schiessen können müsste. Der Wolf ist in der Schweiz geschützt und darf nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen gejagt werden. Möhr: «Sollte so etwas wieder passieren, lade ich alle Wolfsfreunde ein, sich das einmal anzusehen und die Schäflein zu erlösen.»

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