13 Schafe tot: Wolf treibt sein Unwesen im Wallis
Aktualisiert

13 Schafe totWolf treibt sein Unwesen im Wallis

Ein Wolf hat im Walliser Chablais seit Mitte Mai mindestens 13 Schafe getötet. Nun wird ermittelt, woher der Wolf kommt und ob es allenfalls mehrere Tiere sind.

Gemäss den Behörden griff der Wolf im Val-d'Illiez mindestens dreimal eine Schafherde an. Die DNA des Raubtiers werde jetzt analysiert, sagte Yvon Crettenand von der Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er bestätigte einen Bericht der Walliser Tageszeitung «Le Nouvelliste». Letztmals riss der Wolf in der Nacht auf Donnerstag mehrere Schafe.

Es sei gut möglich, dass es sich um das gleiche Tier handelt, das schon 2008 sein Unwesen im Chablais trieb, sagte Crettenand. Eine Wölfin hatte damals 40 Schafe getötet.

Wenn ein Wolf in 30 Tagen 15 Tiere tötet, dürfen die Behörden den Wolf in diesem Jahr zum Abschuss freigeben. Die Walliser Dienststelle für Jagd habe die zuständige Kommission von Bund und Kantonen um eine Abschussempfehlung ersucht, sagte Crettenand weiter. Der Entscheid obliegt jedoch dem Kanton.

Im Wallis sind in den letzten Jahren mehrere Wölfe zum Abschuss freigegeben worden, so 2006. Dabei wurde tatsächlich ein Wolf abgeschossen - jedoch nicht der gesuchte. Ein Jahr danach entkam eine Wölfin den Jägern. Im letzten Jahr erteilte der Kanton keine Abschussbewilligung für die Wölfin.

In der Schweiz leben Schätzungen zufolge rund 10 Wölfe. Der Wolf ist seit 1979 ein international geschütztes Tier. In der Schweiz ist er seit 1988 geschützt.

(sda)

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