Aktualisiert 18.09.2018 14:46

Einsiedeln SZWolf wird von Pferden über eine Wiese gejagt

Ein Wirt fotografierte am Sonntag einen Wolf vor seinem Haflingerstübli in Egg. Seine zwei Haflinger liessen es sich nicht bieten, von einem Wolf angegriffen zu werden.

von
Tunya Koch
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«Der Wolf kam vom Waldrand herunter, worauf die Pferde auf der Weide sofort auf ihn reagierten», sagt Wirt Robert Kuriger, der die Tiere fotografierte. «Sie sind auf ihn zugetrabt und haben ihn von der Wiese gejagt.»

«Der Wolf kam vom Waldrand herunter, worauf die Pferde auf der Weide sofort auf ihn reagierten», sagt Wirt Robert Kuriger, der die Tiere fotografierte. «Sie sind auf ihn zugetrabt und haben ihn von der Wiese gejagt.»

Robert Kuriger
Danach ging der Wolf auf die Zwergziegen nahe am Hof zu. «Er war etwa einen Meter von den Ziegen entfernt. Er versuchte sie anzugreifen», so Kuriger.

Danach ging der Wolf auf die Zwergziegen nahe am Hof zu. «Er war etwa einen Meter von den Ziegen entfernt. Er versuchte sie anzugreifen», so Kuriger.

Robert Kuriger
«Ob es sich wirklich um einen Wolf oder den N52 handelt, muss mit einer DNA-Probe geprüft werden»,  sagt Roger Bisig Wildhüter des Bezirk Einsiedeln.

«Ob es sich wirklich um einen Wolf oder den N52 handelt, muss mit einer DNA-Probe geprüft werden», sagt Roger Bisig Wildhüter des Bezirk Einsiedeln.

Robert Kuriger

Seit längerer Zeit streift im Kanton Schwyz ein Wolf umher. Nun wurde am Sonntagmorgen vor der Haflingerstübli in Egg oberhalb des Sihlsees ein wolfsähnliches Tier gesichtet und fotografiert. Robert Kuriger, Wirt des Restaurants Haflingerstübli, fuhr gerade mit dem Auto heran, als er das wolfsähnliche Tier am Waldrand bemerkte. Er ist sich sicher, dass es sich bei diesem Tier nicht um einen Hund, sondern um einen Wolf gehandelt hat. «Der Wolf kam vom Waldrand herunter, worauf die Pferde auf der Weide sofort auf ihn reagierten», sagt Kuriger. «Sie trabten auf ihn zu und jagten ihn von der Wiese.»

«Der Wolf versuchte die Zwergziegen anzugreifen»

Danach sei der Wolf auf die Zwergziegen nahe am Hof zugegangen. «Er war etwa einen Meter von den Ziegen entfernt. Er versuchte sie anzugreifen. Ich habe laut geschrien, darauf entfernte sich der Wolf von den Tieren.» Der Wolf sei etwa 30 bis 40 Meter unterhalb des Restaurants gewesen, als Kuriger die Fotos machte. Angst hatte der Wirt keine: «Uns laufen öfter Wildtiere über den Weg, das wir sind uns gewohnt. Aber dass am helllichten Tag ein Wolf vorbeikommt, ist schon eine Überraschung.»

Das wolfsähnliche Tier hatte Angst

Ob es sich wirklich um einen Wolf handelt, müsste mit einer DNA-Probe geprüft werden. Roger Bisig, Wildhüter des Bezirks Einsiedeln, kann deshalb nicht hundertprozentig bestätigen, dass es sich um einen Wolf handelt. Aber es sei sehr gut möglich – er vermutet, dass es N52 ist, der schon in der Region nachgewiesen worden ist. Die Bilder vom Haflingerstübli hat er ebenfalls gesichtet. «Das Verhalten des Wolfs gegenüber den Pferden war sehr ungewöhnlich, er hatte Angst», sagt Roger Bisig, Wildhüter des Bezirks Einsiedeln. Er schliesst darauf, dass es sich um einen jüngeres Tier handeln muss. «Der Wolf hatte wohl grossen Hunger, da er versuchte, eine Ziege zu reissen», so Bisig.

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