Aktualisiert 27.10.2009 09:44

Wolfmother - «Cosmic Egg»Wolfmother wandeln auf den Spuren von Ozzy

Studio-Aufnahmen im australischen Hippie-Mekka Byron Bay, als Album-Titel eine alte hinduistische Urknall-Philosophie und ein Sound, der aus den frühen Siebzigerjahren entsprungen ist: Im kruden Patschuli-Universum von Wolfmother hat sich nicht viel verändert.

von
Niklaus Riegg

Doch nur auf den ersten Blick: Sänger Andrew Stockdale hat die ganze Band ausgetauscht. Nach einem grossen Knatsch wegen «musikalischer Differenzen» hat er einen neuen Bassisten, einen neuen Schlagzeuger und einen zusätzlichen Gitarristen geholt.

Dabei sind seine Vorlieben die alten geblieben; im Studio haben die Australier wohl vor allem alte Black-Sabbath-Platten gehört. Die Riffs auf «Cosmic Egg» sind teilweise eins zu eins von Tony Iommi abgekupfert und Stockdale selbst klingt noch mehr nach Ozzy Osbourne als auf dem Wolfmother-Debüt.

Doch weil sie für «Cosmic Egg» nicht nur bei Sabbath, sondern auch bei Led Zeppelin, Deep Purple, Creedence Clearwater Revival oder Thin Lizzy wildern, schaffen Wolfmother ein spannendes Retro-Rock-Gebräu: Mit viel Druck, dem nötigen Selbstvertrauen und einer gehörigen Portion Hippie-Wahnsinn überspielen sie locker die fehlende Eigenständigkeit.

Wolfmother, «Cosmic Egg», Modular Records/Universal. Am 28. Januar 2010

gibt die Band ihr einziges Schweizer Konzert im Volkshaus Zürich

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