Aktualisiert 15.05.2007 04:10

Wolfowitz betrieb Vetternwirtschaft

Der wegen des Vorwurfs der Günstlingswirtschaft unter Druck stehende Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz hat eigene Interessen über die der Bank gestellt.

Zu diesem Schluss kommt ein vom Exekutivrat der Weltbank eingesetzter Untersuchungssauschuss in einem Bericht, der in Washington vorgelegt wurde.

Die Weltbank befinde sich angesichts der Vorgänge in einer "Führungskrise", heisst es im Bericht an das oberste Führungsgremium der Bank weiter. Wolfowitz habe ethische Regeln und Verhaltensmassstäbe der Bank verletzt, indem er nach seinem Wechsel zur Weltbank 2005 seiner ebenfalls bei der Organisation tätigen Freundin einen deutlich höher bezahlten Posten mit einer automatischen jährlichen Gehaltserhöhung beschaffte.

Nach Angaben der Weltbank soll Wolfowitz am Dienstag vor dem Exekutivrat erscheinen, um persönlich zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Vor allem die europäischen Mitglieder der Weltbank dringen auf einen Rücktritt von Wolfowitz'.

Sie wollen erreichen, dass er sein Amt freiwillig aufgibt, um eine Spaltung bei einer Abstimmung im Exekutivrat zu vermeiden. US- Präsident George W. Bush hat sich wiederholt öffentlich für Wolfowitz stark gemacht.

(sda)

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