Wolfowitz entschuldigt sich bei Kriegs-Berichterstattern
Aktualisiert

Wolfowitz entschuldigt sich bei Kriegs-Berichterstattern

Der stellvertretende US- Verteidigungsminister Paul Wolfowitz hat sich in einem offenen Brief für seine Kritik an der Arbeitsweise von Kriegsberichterstattern in Irak und Afghanistan entschuldigt.

«Ich weiss, dass viele Journalisten jeden Tag dort hinausgehen - unter den gefährlichsten Umständen - um für uns über die Kriege in Irak und in Afghanistan zu berichten», hiess es in dem am Donnerstag von einem Sprecher des Ministeriums verbreiteten Brief.

Darin schrieb Wolfowitz, dass 34 Journalisten bei ihrer Arbeit in Irak getötet wurden, für deren Mut er Bewunderung und Dankbarkeit äusserte. «An alle von Ihnen, die so hart gearbeitet und so grosse Risiken eingegangen sind, um über diese Geschichte zu berichten, richte ich eine tief empfundene Entschuldigung. Ich hoffe, Sie werden sie annehmen.»

Am Dienstag hatte Wolfowitz die Arbeit von Journalisten in einer Anhörung vor einem Parlamentsausschuss hart kritisiert. Viele Berichterstatter hätten nicht den Mut, die Orte, über die sie berichteten aufzusuchen, und würden Gerüchte verbreiten.

«Alle Medien tragen dafür Verantwortung, eine ausgewogene Berichterstattung zu erreichen, anstatt immer nach Sensationen zu streben», hatte Wolfowitz gesagt. Dies habe er so nicht gemeint, seine Aussagen seien anders aufgefasst worden, als es seine Absicht gewesen sei, erklärte er nun. (sda)

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