Wolfowitz will bleiben
Aktualisiert

Wolfowitz will bleiben

Der vom Verdacht der Günstlingswirtschaft belastete Weltbank-Chef Paul Wolfowitz will nicht zurücktreten. «Ich habe die Absicht weiterzumachen».

Wolfowitz reagierte damit auf die Abschlusserklärung der internationalen Partnerländer, die zum Ende ihrer Tagung den Druck auf ihn noch einmal erhöht hatten. In der Erklärung hiess es: «Die gegenwärtige Situation bereitet uns allen grosse Sorge.»

Die Funktionsfähigkeit der Organisation müsse gewährleistet sein. Es gehe um die Glaubwürdigkeit und den Ruf sowie die Motivation der Mitarbeiter der Weltbank. Besonders deutlich wurde die Kritik in der Formulierung, die Bank-Führung müsse die hohen Standards der inneren Führung erfüllen.

Wie aus kürzlich veröffentlichten Unterlagen der Weltbank hervorgeht, hatte sich Wolfowitz bei seinem Wechsel vom Posten des stellvertretenden US-Verteidigungsministers an die Spitze der Weltbank im Jahr 2005 persönlich für eine deutliche Lohnserhöhung seiner Freundin Shaha Riza eingesetzt, die damals bei der Bank arbeitete.

Wolfowitz hat inzwischen eingeräumt, dass dies ein Fehler war. Die Mitarbeitervertretung der Weltbank und viele regierungsunabhängige Gruppen fordern seinen Rücktritt.

(sda)

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