168 Personen dabei – «Die kleine Schweiz ist eine der grössten Nationen» – 15 Olympia-Medaillen als Ziel

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168 Personen dabei«Die kleine Schweiz ist eine der grössten Nationen» – 15 Olympia-Medaillen als Ziel

Swiss Olympic hat am Montag die Selektion für die Olympischen Spiele in Peking bekanntgegeben. Corona stellt die Verantwortlichen vor grosse Herausforderungen.

von
Sven Forster
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Ralph Stoeckli Chef de Mission von Swiss Olympic stellte am Montag alle Athleten der Winterspiele vor. 

Ralph Stoeckli Chef de Mission von Swiss Olympic stellte am Montag alle Athleten der Winterspiele vor.

Urs Lindt/freshfocus
09. 06. 2020; Bern; Swiss Olympic - Strategie Sportwirtschaft;
Juerg Stahl, Praesident von Swiss Olympic 
(Urs Lindt/freshfocus)

09. 06. 2020; Bern; Swiss Olympic - Strategie Sportwirtschaft;
Juerg Stahl, Praesident von Swiss Olympic
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Urs Lindt/freshfocus
Unter den Athleten sind natürlich auch Beat Feuz und Marco Odermatt. 

Unter den Athleten sind natürlich auch Beat Feuz und Marco Odermatt.

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Darum geht

Am 4. Februar werden die Olympischen Spiele in Peking eröffnet. Viele Sportlerinnen und Sportler machten sich Hoffnung auf eine Teilnahme. Bis Sonntagabend musste Swiss Olympic die Selektionierung ihrer Athletinnen und Athleten bekannt geben. Nun ist bekannt: 168 Schweizer und Schweizerinnen werden auf Medaillenjagd gehen.

Swiss Olympic teilte die Selektionierung am Montagmittag in einer digitalen Medienkonferenz aus Peking mit. In 13 von 15 Disziplinen werden die Schweizer und Schweizerinnen am Start sein. Nur im Shorttrack und der Nordischen Kombination ist die Schweiz nicht dabei. Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olmpic sagt: «Wir haben ein starkes Team mit starken Botschaftern. Ich bin stolz, dass diese unseren Sport repräsentieren. Auf und neben den Wettkampfstätten.»

Ralph Stöckli, der Chef de Mission, sagt: «Wir hoffen, dass wir als Team etwas Spezielles leisten in Peking. Es soll um Medaillen gehen, aber auch um die Botschaft des Schweizer Sports.» Mit einem Lächeln gibt der frühere Star-Curler dennoch noch ein Medaillenziel bekannt: «Wir wollen uns an den letzten Olympischen Spielen in Pyeongchang orientieren. Daran wollen wir unsere Zielsetzung ansetzen.» Damals gewann die Schweiz 15 Medaillen. Nun sollen es also 15 oder mehr Medaillen sein.

Teure Spiele auch wegen Corona

Zum Vergleich zu den Spielen in Pyeongchang ist die Schweizer Delegation kleiner. Vor vier Jahren waren 171 Personen dabei. Stöckli erklärt das wie folgt: «Es wurden weniger Quotenplätze erreicht, aber dennoch sind wir gut besetzt. Wir laufen da ziemlich am Maximum. Die kleine Schweiz ist eine der grössten Nationen.» Corona stellt den Verband natürlich ebenfalls vor Herausforderungen. Besonders bei kurzfristigen Corona-Fällen will das Team schnell reagieren können: «Wir haben uns Gedanken gemacht und in einem grösseren Ausmass als in der Vergangenheit Ersatzleute auf eine Liste genommen.»

Ebenfalls auch wegen Corona ein Problem: Die Kosten. Stöckli: «Die Kosten sind unglaublich gestiegen. Da kommen einige Mehrkosten auf uns zu.» Jürg Stahl ergänzt: «In einer Mittelfristplanung sehen wir, dass es sowieso teurer wird. Es sind die dritten Spiele hintereinander in Asien. Wenn wir auf die Spiele in Mailand und Paris schauen, sind die steigenden Kosten schon eine Herausforderung.»

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