Granit Xhaka: «Wollen Fans mit Siegen auf unsere Seite ziehen»
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Granit Xhaka«Wollen Fans mit Siegen auf unsere Seite ziehen»

Die Nati will am Dienstag im Testspiel gegen Panama auf ihrem Kurs weiterfahren und auch das Publikum begeistern.

von
E. Tedesco
Luzern

Das sagen Granit Xhaka und Nati-Trainer Vladimir Petkovic vor dem Testspiel gegen Panama. (Video: 20 Minuten)

Es sind keine angenehmen Erinnerungen an das letzte Heimspiel, obwohl sich die Schweizer gegen Nordirland das Ticket für die WM in Russland sicherten. Das Barrage-Rückspiel in Basel endete nach Pfiffen gegen Haris Seferovic mit Misstönen. Die Natispieler waren sauer und auch enttäuscht von den Pfiffen gegen einen Mitspieler. In Luzern spielt die Nati nun erstmals wieder vor eigenem Publikum.

«Ich weiss nicht, wie viele Zuschauer im Stadion sein werden. Ich hoffe auf viele – und dass sie uns unterstützen werden», sagte Granit Xhaka am Montag. «Die Geschichte mit den Pfiffen ist nun schon längere Zeit vorbei. Wir wollen und müssen die Fans mit Erfolgen und Siegen auf unsere Seite ziehen, dann bin ich auch überzeugt oder hoffe, dass es keine Pfiffe mehr geben wird.»

Ein robuster Gegner, der hart spielt

Das Team ist auf Kurs, um Begeisterung zu verdienen. Die Schweiz ist seit der EM noch stabiler geworden und auch taktisch flexibler. Hinter der Auswahl liegt seit dem EM-Aus im Achtelfinal gegen Polen eine sehr erfolgreiche Phase mit der besten Qualifikation in der Geschichte des SFV mit zwölf Siegen und nur einer Niederlage. Damit bewegt sich die Nati auf der Höhe von Brasilien (Rang 2 im Fifa-Ranking). Der erste Gruppengegner der Schweizer in Russland gewann 14 von 18 Partien. Der Punktedurchschnitt der Equipe von Petkovic (2,64) ist seit dem Herbst sogar eine Spur besser als die der Seleçao (2,5).

Gegen den WM-Debütanten Panama (Nummer 56) will Petkovic seinen eingeschlagenen Kurs fortsetzen und dabei das Spiel gegen Costa Rica simulieren. Der Gegner soll in seiner Spielweise dem Schweizer WM-Gegner ähneln. Petkovic erwartet keinen zimperlichen Auftritt der Zentralamerikaner, die zuletzt im Testspiel in Dänemark so lange grob zur Sache gingen, bis es – trotz Testspiel – nach vier Gelben Karten auch Rot (gegen Blas Perez) gab. «Sie haben ziemlich hart gespielt, wir müssen auf alles vorbereitet sein», sagt Petkovic.

«Ich bin froh, in der Serie A zu spielen»

Blerim Dzemaili spricht über seine Rückkehr in die Serie A und seine Rolle im System von Nati-Trainer Vladimir Petkovic. (Video: 20 Minuten)

Blerim Dzemaili spricht über seine Rückkehr in die Serie A und seine Rolle im System von Nati-Trainer Vladimir Petkovic. (Video: 20 Minuten)

Elvedi wieder gesund

Ein Gegner, der prädistiniert wäre für Krieger Valon Behrami. Aber der Tessiner fehlt wegen muskulärer Probleme am Dienstag und lässt sich bei seinem Club in Udine behandeln. Behrami wäre aber gemäss Petkovic ohnehin nicht für einen Einsatz in der Startelf vorgesehen gewesen. Nach dessen Abreise stehen dem Selektionär deshalb noch 20 Spieler zur Verfügung. Wie schon vor dem Spiel in Griechenland (1:0) verriet er, dass Roman Bürki das Tor der Schweizer hüten wird und «alle Kaderspieler zum Einsatz kommen werden».

Neben Bürki kamen in Athen Nico Elvedi, François Moubandje, Josip Drmic und Johan Djourou nicht zum Einsatz. Der Gladbacher Elvedi schlug sich am Sonntag zwar mit Magenbeschwerden herum und liess das Training sausen, war aber am Montag aber wieder auf dem Damm. Er steht wie alle anderen für einen Einsatz zur Verfügung.

Schule fürs Leben für Panama-Kicker Die Zentralamerikaner, die sich seit Samstag in der Region Luzern auf das Testspiel gegen die Schweiz vorbereiten, spielen nicht nur Fussball, sondern lernen auch fürs Leben dazu. Trainer Hernan Dario Gomez erzählte nach einem Besuch auf dem Bürgenstock: «Wir wollen nicht nur Fussball spielen, sondern auch die Kultur jener Länder kennenlernen, die wir besuchen. Wir haben einen fantastischen Eindruck von Luzern und den Leuten gewonnen. Für mich gehört das dazu, damit die Spieler, wenn wir zurückkehren, ihre Eindrücke ihren Familien und Leuten bei uns im Land weitergeben können.» (ete)

Schule fürs Leben für Panama-Kicker Die Zentralamerikaner, die sich seit Samstag in der Region Luzern auf das Testspiel gegen die Schweiz vorbereiten, spielen nicht nur Fussball, sondern lernen auch fürs Leben dazu. Trainer Hernan Dario Gomez erzählte nach einem Besuch auf dem Bürgenstock: «Wir wollen nicht nur Fussball spielen, sondern auch die Kultur jener Länder kennenlernen, die wir besuchen. Wir haben einen fantastischen Eindruck von Luzern und den Leuten gewonnen. Für mich gehört das dazu, damit die Spieler, wenn wir zurückkehren, ihre Eindrücke ihren Familien und Leuten bei uns im Land weitergeben können.» (ete)

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