Dubai streicht XXL-Alkoholsteuer und will damit Tourismus ankurbeln

Dank der Abschaffung der Alkoholsteuer von 30 Prozent werden zumindest die Drinks in deinen nächsten Dubai-Ferien günstiger.

Dank der Abschaffung der Alkoholsteuer von 30 Prozent werden zumindest die Drinks in deinen nächsten Dubai-Ferien günstiger.

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Satte 30 ProzentDubai schafft seine krasse Alkoholsteuer ab – das steckt dahinter

Drinks werden in Dubai 2023 um einiges günstiger. Die Abschaffung der hohen Alkoholsteuer soll die Destination attraktiver machen, wie Schweizer Reisespezialisten bestätigen.

von
Laura Zygmunt

Während hierzulande viele ihren Jahresanfang alkoholfrei starten und sich an den Dry January wagen, hat Dubai das neue Jahr gegenteilig eingeläutet: Das Emirat hat die Steuer von 30 Prozent, die bisher auf Alkohol erhoben wurde, per sofort gestrichen. Wenn du dieses Jahr Ferien in Dubai planst, darfst du dich demzufolge über günstigere Drinks freuen.

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Zwar hat die Regierung das Wegfallen der Sondersteuer noch nicht offiziell bestätigt, jedoch haben lokale Medien bereits darüber berichtet. Und auch zwei grosse Einzelhändler der Vereinigten Arabischen Emirate, African+Eastern und Mercantile & Maritime, haben die Änderung über ihre Social-Media-Kanäle per 1. Januar 2023 bekannt gegeben.

Die am Sonntag in Kraft getretene Änderung soll vorerst für ein Jahr gelten. Dabei werden sowohl die Alkoholsteuer von 30 Prozent wie auch die Lizenzgebühr für in Dubai lebende Ausländerinnen und Ausländer abgeschafft. Einzig die Mehrwertsteuer von fünf Prozent bleibt weiterhin bestehen. 

Dubai will touristischer Vorreiter bleiben

Dubai hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Feriendestinationen entwickelt und ist weiterhin auf der Überholspur. Dass der Reisetrend im Jahr 2023 weiter anhält, bestätigen auch die Schweizer Reisespezialisten travel worldwide, Let’s go Tours sowie Tui Suisse.

Dubai ist und bleibt eine Trenddestination – auch im Jahr 2023.

Dubai ist und bleibt eine Trenddestination – auch im Jahr 2023.

Pexels/Abid Bin Nazar

Mit der Abschaffung der Alkoholsteuer möchte sich Dubai touristisch noch attraktiver positionieren, sagt Marcel Gray, Product Manager Arabia & Israel von Let’s Go Tours. «Zudem versucht das Emirat, auf diesem Weg mit seinen Nebenkosten im Vergleich zu anderen Feriendestinationen international konkurrenzfähig zu bleiben.»  

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Auch bei travel worldwide tönt es ähnlich. «Dubai will den Tourismus ankurbeln und seine Wettbewerbsfähigkeit weiter ausbauen», so Tobias Schneider. Einen Effekt auf gewisse Reisegruppen könne sich Schneider zwar vorstellen, für Paare und Familien dürfte das Aussetzen der Alkoholsteuer bei der Wahl der nächsten Feriendestination jedoch nicht ausschlaggebend sein. 

Dennoch lässt Dubai im Gegensatz zu den anderen Emiraten einen liberaleren Lebensstil zu. Damit hebt sich die Wüstenmetropole vom Konkurrenten Saudiarabien ab, der gerade Milliarden in neue Projekte wie den Bau eines der grössten Flughäfen der Welt oder die verspiegelte Stadt «The Line» investiert, um in Zukunft vermehrt auf den Tourismus zu setzen. 

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