Pakistani verhaftet: Wollte er die US-Botschaft sprengen?
Aktualisiert

Pakistani verhaftetWollte er die US-Botschaft sprengen?

Als ein in Chile lebender Pakistani die US-Botschaft in Santiago betreten wollte, löste er einen Sprengstoffalarm aus.

Der pakistanische Student beteuert seine Unschuld.

Der pakistanische Student beteuert seine Unschuld.

Spuren einer Sprengstoffkomponente sind einem 28-jährigen Pakistaner in der chilenischen Hauptstadt Santiago zum Verhängnis geworden.

Bei einer Sicherheitskontrolle in der dortigen US-Botschaft schlug ein Detektor Alarm. Daraufhin wurde der Mann am Montag von der örtlichen Polizei festgenommen. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, hat ein Richter am Dienstag verfügt, dass er weitere fünf Tage in Haft bleibt. Anwesenden Journalisten sagte der Verdächtigte: «Ich bin kein Terrorist. Ich habe nichts mit Bomben zu tun.»

Visum wurde abgelehnt

Der Pakistaner war in die Botschaft einbestellt worden, um ihm mitzuteilen, dass sein Antrag auf ein Visum für die USA abgelehnt worden war. Als Student lebte er rechtmässig in Chile. Der US-Botschafter in Chile gab unterdessen bekannt, das er nicht davon ausgehe, dass ein Anschlag auf seine Botschaft geplant gewesen sei. Ein Sprecher des US-Aussenministeriums kündigte eine gemeinsame Untersuchung des Falls durch chilenische und US-Behörden an.

Berichte der beiden Zeitungen «La Segunda» und «El Mercurio», wonach Spuren der Chemikalie Tetryl an der Tasche, Unterlagen und dem Mobiltelefon des Verdächtigen den Alarm ausgelöst hätten, wurden von offizieller Seite zunächst nicht kommentiert. Tetryl dient unter anderem zur Herstellung von Zündern und kann dem Sprengstoff TNT beigemengt werden, um dessen Explosionskraft zu erhöhen. (dapd)

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