Aktualisiert 03.11.2014 14:50

Neue AufregungWollte Lewandowski Reus zum Wechsel überreden?

Seit Monaten wird darüber gemunkelt, ob Marco Reus den BVB in Richtung München verlässt. Eine Umarmung mit Robert Lewandowski heizt die Gerüchte weiter an.

von
hua

Marco Reus traf am Samstag für Dortmund in München gegen die Bayern zur 1:0-Führung. Trotzdem verlor der BVB 1:2 und befindet sich mitten im Bundesliga-Abstiegsstrudel. Doch mehr als das gab eine weitere Szene zu reden.

Nach der Partie entschied sich Robert Lewandowski, heute seines Zeichens Stürmer der Bayern, ehemaliger Teamkollege von Reus beim BVB und Torschütze zum 1:1-Ausgleich, sich von Reus zu verabschieden. Der Pole schritt zum Deutschen hin, umarmte ihn und sprach einige Worte zum 25-Jährigen.

Reus war von der Niederlage noch angesäuert, hörte sich aber an, was Lewandowski zu sagen hatte, verzog danach sein Gesicht und wandte sich eher unzufrieden vom Polen ab. Wollte der Bayern-Akteur Reus etwa zu einem Wechsel überreden? (siehe Video unten).

Die Umarmung zwischen Reus und Lewandowski. (Quelle: Youtube)

Ende Oktober sagte «Lewa» über seinen Ex-Teamkollegen: «Er ist ein überragender Kicker, mit dem ich mich beim BVB sehr gut verstanden habe.» Die beiden könnten bald wieder miteinander kicken. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass die Bayern grosses Interesse am deutschen Nationalspieler haben.

Reus soll sich verraten haben

Seit Monaten wird darüber spekuliert, ob Reus mit Lewandowski und seinem guten Freund und Weltmeister Mario Götze in Zukunft für den deutschen Rekordmeister auflaufen wird. «Eurosport» will verstanden haben, dass sich Reus bereits entschieden und sich ausserdem verraten hat.

Der 25-Jährige habe sich nach seinem Tor auf die Brust und auf das BVB-Emblem geschlagen, was bedeute, dass er bleibe. «Wenn er schon eine Entscheidung getroffen hätte, hätte er sie verkündet. Stand jetzt ist alles offen», sagte aber BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, der nach dem Bayern-Spiel offenbarte, dass er auf ein baldiges Bekenntnis Reus' hofft – zu Dortmund.

Zudem soll sich Reus einmal während der Partie in der Allianz-Arena die Ohren mit beiden Händen zugehalten haben. «Dass ihm das ganze Gequatsche, das ja recht eindeutig zu lokalisieren ist, auf den Geist geht, ist klar. Und ich glaube, das wollte er damit ausdrücken», interpretierte Watzke in der TV-Talk-Show «Doppelpass» und schoss so gegen Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge einen weiteren Giftpfeil. Watzke ist aber Realist genug und weiss, dass es schwierig wird, Reus zu halten, sollte Dortmund sich nicht für die Champions League qualifizieren – und danach sieht es derzeit wahrlich nicht aus.

«Kloppo» reagiert ungehalten

Dass die Personalie Reus ein immerwährendes Thema ist, das bei der aktuellen Krisen-Situation beim BVB zu vielen Diskussionen anregt und so die Gemüter erhitzt, veranschaulichte auch das Verhalten von Dortmund-Trainer Jürgen Klopp. Als er nach der Partie am Samstag von einem ZDF-Reporter nach der «Causa Reus» gefragt wurde, reagierte er ungehalten: «Das ist jetzt ihrer fehlenden Sensibilität geschuldet, dass es Ihnen eigentlich völlig wurscht ist, wie es Ihrem Gegenüber geht. Sie arbeiten einfach Ihre Frage ab. Aber dieses Thema ist jetzt wirklich nicht mein Thema. Aber ja, wenn man so dasteht wie wir, dann muss man wohl alles über sich ergehen lassen.»

Und was sagt eigentlich Reus? Der bleibt weiterhin stumm.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.