Aktualisiert 21.08.2015 14:12

Bosnien-HerzegowinaWollten zwei Schweizer Moschee in die Luft jagen?

Acht Männer wurden in Bosnien-Herzegowina verhaftet, weil sie vor einer Moschee mit Gasflaschen hantierten. Darunter angeblich zwei Schweizer.

von
qll
In diesem Untersuchungsgefängnis sind die Männer nach ihrer Verhaftung untergebracht worden.

In diesem Untersuchungsgefängnis sind die Männer nach ihrer Verhaftung untergebracht worden.

Eine Gruppe von acht jungen Männern hat sich am letzten Samstag auf den Weg von Posusje nach Omerovici in Bosnien-Herzegowina gemacht. Dort hätten sie laut lokalen Medien am Eingang der Moschee eine Gasflasche abgestellt und den Hahn geöffnet, wie «Tportal» berichtete. Offenbar wollten sie die Moschee in die Luft jagen.

Gasflasche als Schlagwaffe

Vor der Moschee in Omerovici sollen sie mit der Gasflasche die Fenster eines parkierten Autos eingeschlagen haben. Einen herbeigeeilten Bosnier bedrohten die Männer mit der Flasche. Der Bedrohte konnte jedoch fliehen und versteckte sich in einem Stall. Von dort aus alarmierte er die Polizei, wie «Jutarnji» berichtete.

Daraufhin sollen die jungen Männer auch noch das Fenster eines Lastwagens, der in der Nähe des Stalles parkiert war, zerstört haben. Laut lokalen Medien versammelten sich einige Bosnier aus dem Dorf Omerovici und konnten die Männer vertreiben. Offenbar flüchteten diese mit der Gasflasche in Richtung von Posusje. Auf der Flucht sollen sie mit der Gasflasche noch die Fenster eines Hauses zerstört haben. Die Polizei nahm die Verfolgung auf.

Zwei Schweizer verhaftet

Am Ende konnten die Beamten die Flüchtigen stellen. Diese wurden zuerst in die Polizeistation nach Tomislavgrad gebracht. Sie alle seien aus dem Dorf Posusje. Laut einem Journalisten von «jabuka.tv» besässen zwei der Männer das Schweizer Bürgerrecht. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) kann sich zu diesem Vorfall nicht äussern. Laut dem EDA wurden sie in dieser Angelegenheit nicht kontaktiert.

Laut lokalen Meiden sind die Verdächtigten daraufhin nach Mostar ins Gefängnis gebracht worden. Dort sollen sie nun auf ihren Prozess warten.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.