Emotionales Video – Selenski fordert in Rede vor US-Kongress Flugverbotszone

Emotionales VideoSelenski fordert in Rede vor US-Kongress Flugverbotszone

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski sprach zum US-Parlament. Er forderte vom Westen unter anderem, den «Himmel zu schliessen», um die russischen Luftangriffe abzuwenden, die sein Land verwüsten.

von
Newsdesk

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Mittwoch, 16.03.2022

Zusammenfassung

In einer emotionalen Ansprache hat der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski vor beiden Kammern des US-Kongresses mit Nachdruck erneut die Einrichtung einer Flugverbotszone gefordert. Auch sollten sich US-Unternehmen aus Russland zurückziehen und den Handel mit dem Land abbrechen.

Auch hat Selenski die Amerikaner bei seinem Hilfsappell an ihren eigenen Kampf gegen Angreifer erinnert. «Erinnern Sie sich an Pearl Harbor», sagte er mit Blick auf den japanischen Angriff 1941. «Erinnern Sie sich an den 11. September», fügte er mit Blick auf die Terroranschläge von New York und Washington hinzu. «Wir brauchen Sie jetzt.»

Ansprache beendet - Zusammenfassung in Kürze

Der Bildschirm wird schwarz, die Übertragung ist beendet. Lesen sie hier in Kürze eine Zusammenfassung.

Selenski spricht über den Wert der Freiheit, wovon sie abhängt und wie sie der Tod beeinflusst. «Präsident Biden: Der Leader der Welt zu sein, bedeutet auch, der Leader des Friedens zu sein.» Mit diesen Worten schliesst Selenski seine Rede. Erneut erheben sich die US-Politiker von ihren Plätzen und applaudieren.

Selenski zeigt ein Video

Selensiki lässt ein Video abspielen, das unzählige Detonationen, Zerstörung und das Leid der Menschen in der Ukraine zeigt. Feuer, Tränen, verletzte und tote Menschen sowie Flüchtende sind zu sehen. Am Ende fordert das Video dazu auf, den Himmel über der Ukraine zu schliessen.

Ruf nach neuen Allianzen

«Wir müssen mehr tun als bisher, wir brauchen neue Werkzeuge, um dem Krieg zu begegnen», so Selenski. «Wir brauchen neue Allianzen». Die Ukraine müsse auch kulturelle, humanitäre und gesundheitliche Schäden abwenden.

Selenski fordert Abzug von US-Unternehmen aus Russland

Alle amerikanischen Unternehmen müssten Russland verlassen und den Handel mit dem Land abbrechen, fordert Selenski.

Selenski bittet um mehr Hilfe

«Bitte helft uns, unsere Bevölkerung zu schützen», so Selenski. «Wir danken jetzt schon für jegliche Unterstützung, die wir bis anhin bekommen haben. »In unseren dunkelsten Stunden bitten wir euch, helft uns mehr.»

Vergleich mit 9/11

«Liebe Freunde und Amerikaner, wir brauchen euch jetzt. Bitte erinnert euch an Pearl Harbour oder den 11. September 2001, als unschuldige Menschen angegriffen wurden», sagt Selenski. «Wir werden seit drei Wochen jeden Tag angegriffen», so Selenski. Ein solcher Terror sei seit 80 Jahren nicht mehr gesehen worden. Es dürfe Russland nicht mehr möglich sein, «unsere Städte und Menschen zu terrorisieren», sagt der ukrainische Präsident.

Angriff auf die Werte der freien Welt

Selenski dankt für die ehrenvolle Begrüssungsworte. Er umschreibt einleitend die Kriegssituation in der Ukraine. Die Ukraine sei ein solch schönes Land, das sich im grössten Krieg befinde seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Schicksal der Bevölkerung stehe auf dem Spiel. Russland habe nicht nur Menschen angegriffen, sondern auch unsere Werte von Freiheit. «Auch unsere Hoffnungen und Träume.»

Selenski wird begrüsst

Die ukrainische Botschafterin wird von Nancy Pelosi begrüsst, Selenski mit ehrenvollen Worten angekündigt.

Ansprache beginnt

Die US-Politiker haben sich versammelt und erheben sich applaudierend, als Selenski auf dem Bildschrim erscheint.

Ansprache an den US-Kongress

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski wird am (heutigen) Mittwoch per Video zum US-Kongress sprechen. Die per Livestream ins US-Capitol in Washington übertragene Rede gehört zu den wichtigsten Ansprachen Selenskis im Rahmen einer einzigartigen und sehr öffentlichen Strategie, die Unterstützung für den Kampf seines Landes gegen die russische Invasion zu orchestrieren.

Bereits an Grossbritannien und Kanada gewandt

In der vergangenen Woche hatte Selenski zum britischen Unterhaus gesprochen und erklärt, es gehe um die Existenz seines Landes. Am Dienstag richtete er sich in einer Rede an das kanadische Parlament an Premierminister Justin Trudeau und bat um Hilfe bei der Einrichtung einer Flugverbotszone über der Ukraine. Zum Beginn des Krieges hatte er die Aufnahme seines Landes in die EU beantragt und in einer Videoansprache an das EU-Parlament appelliert, den Schritt schnell zu vollziehen – unaufhörlich bittet er Staats- und Regierungschefs, mehr zu tun, um die junge Demokratie in der Ukraine zu retten.

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