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InterviewWolter: «Geiles Kribbeln im Bauch»

Heute kommt die Hardcore-Freestyle-Motocross-Tour (FMX) erstmals in die Schweiz, und zwar ins Hallenstadion Zürich. Spektakuläre Sprünge zeichnen die Rider aus. 20 Minuten sprach mit dem deutschen Top-Fahrer Busty Wolter.

FMX ist nicht gerade eine alltägliche Sportart. Wie bist du dazu gekommen?

Busty Wolter: Ich habe mit normalem Motocross angefangen. Als vor 10 Jahren die ersten Fotos von US-Freestylefahrern in Europa zu sehen waren, packte mich das Fieber.

Muss man dazu nicht auch ein bisschen verrückt sein?

Wolter: Oh doch, das muss man tatsächlich. Schon als kleiner Junge fand ich das Hüpfen mit dem Fahrrad viel cooler als das Fahren selber.

Ihr fliegt mit euren Bikes in 10 Metern Höhe durch die Luft. Wie fühlt sich das an?

Wolter: Das ist unglaublich. Allerdings gewöhnt sich der menschliche Körper leider an alles, deshalb muss man immer höher und weiter springen, um das geile Kribbeln im Bauch wieder zu fühlen.

Hast du dich nie verletzt?

Wolter: Ich hatte immer Schutzengel. Es gibt Fahrer, die im Rollstuhl landen, und ab und zu sogar Todesfälle.

Erwartest du hier ein anderes Publikum als in den USA?

Wolter: Ja, allerdings ein besseres! In Europa flippt das Publikum viel mehr aus. Das sagen sogar die US-Fahrer.

Du lässt in der Luft manchmal sogar die Hosen runter. Auch in Zürich?

Wolter: Klar, wenn die Leute das wollen!

David Cappellini

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