Wood: «Der Tag, an dem Keith eine Pistole auf mich richtete»

Aktualisiert

Wood: «Der Tag, an dem Keith eine Pistole auf mich richtete»

Ronnie Wood, Gitarrist der ältesten Rockband der Welt, die Rolling Stones, erzählt in seiner Biografie, warum Bandkollege Keith Richards seine Nerven verlor und wie er auf die tödliche Bedrohung reagierte.

Wie die britische Zeitung «Daily Mail» berichtet, erzürnte sich Richards daran, dass Wood reine Kokainbase rauchte (Freebasing).

Wood (60) beschreibt die damalige Situation: «Eines Tages hatten Keith und ich einen Streit. Danach stürmte er wutentbrannt davon, um seine Waffe zu holen. Ich warnte alle, sich in Sicherheit zu bringen.»

Wood fügt hinzu: «Keith kam zurück, richtete seinen Derringer (Taschenpistole) auf mich und schrie: 'du verdammter Bastard, Woody!' Aber ich hatte meine eigene Waffe, eine 44er Magnum. Ich hatte zwar keine Munition, aber ich zog sie dennoch langsam hervor. Und das war das letzte Mal, dass Keith eine Waffe auf mich richtete....bis zum nächsten Mal.»

Die Autobiographie namens «Ronnie» gewährt zum ersten Mal Einblick in die unglaubliche Geschichte einer der grössten Bands der Welt. Wood stieg 1975 bei den Stones ein, nachdem er mit Rod Stewart bei den Faces gespielt hatte. In seiner neuen Band wurde Wood auf einen Schlag mit einer Welt konfrontiert, in der die Musiker in einer «privaten Boeing 720 reisten, mit Schlafzimmer, Lounge, Bibliothek, Duschen, einer Bar und gelegentlich nackten Girls, die die Gänge hoch und runter rannten».

Wood verrät auch seine unzähligen Drogenexzesse, wie er mit seiner Frau Jo Kokain vom Amaturenbrett seines weissen Rolls-Royce schnupfte, um auf ihre gemeinsame Hochzeit «anzustossen». Oder wie er mit John Lennon Heroin rauchte, während Yoko Ono in einer Zimmerecke sass und strickte.

Woods Drogensucht hatte auch Folgen für seine Kinder. Während er Kokain rauchte, durften sie keine Meringues essen, damit er die Krümel des Schaumgebäcks nicht mit der Droge verwechselte.

Aber das exzessive Leben von Wood war nicht nur auf Drogen beschränkt. Das musste der damalige Hollywoodstar Tony Curtis am eigenen Weinkeller erleben.

Der Schauspieler hatte den Gitarristen und seine Frau dummerweise gebeten, nach seinem Haus in London zu schauen.

Wood und seine Freunde tranken sich in nur wenigen Tagen durch 50 Weinkisten von Curtis' feinsten und unersetzbaren Tropfen hindurch.

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