Aktualisiert 15.08.2013 08:25

AusgespieltWoodrock muss grösseren Festivals weichen

Berner Musik-grössen tragen das Woodrock-Openair nach 20 Jahren zu Grabe. Es galt als Geheimtipp.

Auch Tomazobi sind traurig: Das Woodrock geht nach 20 Jahren zum letzten Mal über die Bühne.

Auch Tomazobi sind traurig: Das Woodrock geht nach 20 Jahren zum letzten Mal über die Bühne.

Der «Woodrock-Spirit» flammt an diesem Wochenende ein letztes Mal auf. Dann ist endgültig Schluss. Zuschauermangel und Überalterung zwingen das Emmentaler Kult-Openair zum Aus. «Vor 20 Jahren hätte es Katzen hageln können und die Besucher wären trotzdem gekommen, heute bleiben viele bei Regen lieber zu Hause», klagt OK-Chef Nick Werren. Ein weiterer Grund: Die Leute hätten eine grössere Auswahl an Festivals als bis noch vor wenigen Jahren.

Mit dem Woodrock fällt nun eine Bühne für Schweizer Nachwuchskünstler weg – die Berner Guerilla-Troubadouren Tomazobi traten etwa im Emmentaler Wald zum ersten Mal auf – und wurden sogleich gescoutet. So stand Gurtenfestival-Chef Philippe Cornu im Publikum und Tomazobi bald darauf auf der grossen Bühne des Berner Hausbergs. «Am Woodrock kriegten junge Musiker noch eine Chance», so Cornu.

Baze ist traurig über das Ende

Das Aus schmerzt auch den Berner Rapper Baze – er habe die Nähe zum Publikum und die urchige Stimmung stets genossen: «Das Openair ist mit so viel Liebe gemacht, dass ich immer wieder gerne auf der Moosegg aufgetreten bin.» Er nehme viele persönliche Erinnerungen mit. Wie ihm geht es auch anderen Berner Musikgrössen. Unter anderem singen Greis, die Punker von Mani Porno und die Volksmusikrocker Kummerbuben dem Woodrock ein letztes Ständchen.

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