Aktualisiert

BaselWorld Peace Academy bildet Friedensarbeiter aus

Die World Peace Academy öffnet morgen ihre Tore. Studenten aus aller Welt lernen dort, wie man Konflikte gewaltfrei lösen kann.

von
Lukas Hausendorf

Weltfrieden ist für viele eine Utopie – nicht aber für Pierre Brunner. Mit seiner Frau initiierte er die World Peace Academy, die morgen ihre Türen für die Öffentlichkeit öffnet und ab März 2010 den Master-Studiengang in Frieden und Konfliktwandlung zusammen mit der Universität Basel anbietet. «Wir wollen vor allem Studenten aus Entwicklungsländern anziehen», sagt Brunner. Die praxisorientierte Ausbildung soll ihnen helfen, in der Heimat zu vermitteln – auf Regierungsebene oder im Kleinen als Vermittler bei Stammes- und Familienfehden. «Das ist auch Entwicklungshilfe», findet Brunner. Doziert wird von hochkarätigen Friedensforschern aus aller Welt. Der Basler Soziologieprofessor Ueli Mäder hat die akademische Leitung inne. «Man kann nie genug für den Frieden tun», findet er.

Der Akademie fehlt aber noch Geld. Erst fünf Teilstipendien kann die Friedensuni für den ersten Lehrgang im Frühling vergeben. Geld sei derzeit schwierig aufzutreiben, klagt Brunner. Viele Stiftungen hätten abgesagt. So werden anfangs eher wenige Studenten aus Entwicklungsländern die 15  000 Franken für ihre Ausbildung zum Friedensarbeiter berappen können.

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