Philipp Fankhauser: «Wow, genau so einen will ich!»
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Philipp Fankhauser«Wow, genau so einen will ich!»

Als Juror von «The Voice» wurde Philipp Fankhauser landesweit bekannt. Im Interview mit 20 Minuten erzählt der Bluesmusiker, warum er es gut findet, wenn Kinder Autogramme möchten, wie er den F-Type bewertet und wie er zu seiner Botschafter-Rolle für Jaguar gekommen ist.

von
Textlab

Philipp Fankhauser, Du braust derzeit mit einem Jaguar F-Type durch die Gegend. Dein Eindruck?

Der F-Type ist ein höchst beeindruckendes Auto. Es verbreitet ein sehr typisches Jaguar-Gefühl. Ich bin schon eine ganze Weile Botschafter für Jaguar; ich kann das also durchaus beurteilen.

Wie würdest Du denn dieses typische Jaguar-Gefühl beschreiben?

Liebe zum Detail. Hochwertiges Material. Sinnliches Understatement. Der F-Type ist für mein Empfinden absolut nicht protzig.

Als Nachfolger des legendären E-Type tritt der Wagen ein schweres Erbe an. Ein zu schweres?

Man sollte die beiden Autos am besten nicht miteinander vergleichen. Der E-Type war für mich schon das schönste Auto der Welt, lange bevor ich Botschafter für Jaguar geworden bin. Hinter dem Steuer zu sitzen und vor sich nur Haube zu haben, das ist einmalig. Der E-Type wird sicher nicht durch den F-Type abgelöst werden. Dennoch hat der F-Type das Zeug zur Ikone.

Du bist selbst ein Autonarr? Welches war Dein erstes Auto?

Vielleicht nicht gerade ein Autonarr, aber sicher ein Auto-Aficionado. Meinen ersten Wagen habe ich mir mit der Erbschaft meines Onkels selig leisten können: einen Innocenti Mini Cooper mit 65 PS. Dann folgten ein Alfa Romeo Giulietta, ein Döschwo, diverse Amis. Als ich aus den USA zurückgekommen bin, habe ich dann auf deutsche Zuverlässigkeit gesetzt. Heute fahre ich Jaguar.

Wie bist Du zu Deinem Job als Botschafter gekommen? Das war ja noch vor Deiner Zeit als «Voice»-Juror, oder?

Genau, und das schätze ich auch sehr an Jaguar. Sie haben mich nicht jetzt angefragt, wo alle kommen. Sondern zu einer Zeit, als es für sie gestimmt hat. Ich fuhr damals ein deutsches Auto mit einem Stern, wollte aber aus diversen Gründen die Marke wechseln. Auf einem Plakat vor einer Garage habe ich dann einen dunkelgrünen XF gesehen und dachte mir: «Wow, genau so einen will ich!»

Und dann hast Du bei Jaguar angeklopft?

Eben nicht! Ich ging rein und konnte diesen XF für einen guten Preis kaufen. Der Händler erkannte mich und war so beeindruckt von meiner Aktion, dass ich zwei Wochen später ein Telefon vom Importeur erhielt. Er fragte, ob wir uns mal treffen könnten und ob ich mir vorstellen könnte, als Marken-Botschafter aufzutreten.

Du hattest also zuerst das Auto und wurdest dann Botschafter. Nicht umgekehrt.

Exakt. Eine schöne Geschichte, finde ich. Zumal ich tatsächlich Jaguar-Fan bin, das muss ich nicht vortäuschen. Deshalb fällt es mir auch leicht, als Botschafter aufzutreten. Ich werde auch angenehm behandelt und muss beispielsweise mein Auto nicht anschreiben, im Stil von «Philipp Fankhauser drives Jaguar» oder Ähnlichem. Das käme für mich nie in Frage.

Zumal Du heute als TV-Juror sogar von Kindern erkannt und um Autogramme gebeten wirst, wie wir unmittelbar vor unserem Gespräch erlebt haben.

Das ist doch grossartig. Für mich sind die Kids die grösste Überraschung und die grösste Freude am Ganzen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich als Kind zu Ted Scapa vom «Spielhaus» hoch geschaut habe und völlig beeindruckt war, als ich ihn später persönlich treffen konnte. Was man als Kind erlebt, bleibt einem ein Leben lang. Nicht zu vergessen: Die kaufen später vielleicht mal meine CDs! (lacht)

War «The Voice» eine gute Erfahrung für Dich? Es gab ja auch einiges an Kritik.

«Warum hat er das nötig?» und solche Sachen, ja. Aber ich bin seit 2009 Jaguar-Botschafter, nicht erst seit drei Wochen. Ich habe auch schon vorher Platin verkauft und das KKL gefüllt. Ich bin jetzt in einer breiteren Bevölkerungsschicht populär, aber ich hatte vorher schon ein gutes Leben. Ich habe vielleicht ein paar Fans verloren, leider.

Wie hat sich Dein Leben seit der Show verändert? Hat es sich verändert?

Ja, das ist tatsächlich ein spannender Aspekt. Früher sind mir die Leute oft nicht sehr freundlich begegnet, weil ich von meiner Physiognomie her kein freundliches Gesicht habe. Ich wirke verkniffen, auch wenn ich es nicht bin. Seit der TV-Show strahlen mich die Leute schon von weitem her an – und mir fällt es dann leicht, freundlich zu sein. In gewisser Weise hat die Show mein Leben ziemlich erleichtert.

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