Nach Flughafen-Debakel: Wowereit muss um Bürgermeister-Sitz bangen
Aktualisiert

Nach Flughafen-DebakelWowereit muss um Bürgermeister-Sitz bangen

Wegen des Flughafendebakels hat das Berliner Abgeordnetenhaus für Donnerstag eine Sondersitzung einberufen. Dabei soll auch der Entscheid über Bürgermeister Klaus Wowereits (SPD) Zukunft fallen.

Am Donnerstag könnte es für den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit knapp werden. Auf Antrag von Grünen und Piraten soll dem Politiker das Misstrauen ausgesprochen werden, wie die Verwaltung mitteilte.

Eine Abstimmung darf frühestens 48 Stunden nach Einbringung des Antrages erfolgen. Notwendig für einen Erfolg des Antrages sind mindestens 75 Stimmen. Von den 149 Sitzen im Abgeordnetenhaus entfallen 85 auf die rot-schwarze Regierungskoalition.

Airport-Eröffnung verschoben

Begründet wird der Misstrauensantrag mit den Vorgängen um den künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld. Die Eröffnung des Airports musste erst vor wenigen Tagen ein viertes Mal verschoben werden. Grüne und Piraten machen Wowereit persönlich dafür verantwortlich. Der Regierende Bürgermeister trat bereits am Montag als Aufsichtsratschef der Flughafengesellschaft zurück. (dapd)

Streit um neuen Aufsichtsrat

Streit um neuen Aufsichtsrat

Union und FDP im Bund stellen sich gegen eine Berufung von Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) an die Spitze des Berliner Flughafen-Aufsichtsrats. Der haushaltspolitische Sprecher der Union, Norbert Barthle (CDU), sagte der «Berliner Zeitung» (Donnerstagausgabe) laut Vorabbericht, das Problem werde nicht gelöst, wenn Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) den Aufsichtsratsvorsitz an Platzeck abgebe. «Dies hiesse, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben», sagte Barthle. (dapd)

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