Fall Peng Shuai – «WTA wird alles tun, um Spielerinnen zu schützen» – China-Turniere ausgesetzt
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Fall Peng Shuai «WTA wird alles tun, um Spielerinnen zu schützen» – China-Turniere ausgesetzt

Der Weltverband im Frauentennis greift im Fall der verschwundenen 35-jährigen Tennisspielerin durch und führt bis auf weiteres keine Turniere in China mehr durch.

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Im Fall der verschwundenen und dann vermeintlich wieder aufgetauchten chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai greift die WTA durch und streicht vorerst für 2022 sämtliche Turniere in China.

Im Fall der verschwundenen und dann vermeintlich wieder aufgetauchten chinesischen Tennisspielerin Peng Shuai greift die WTA durch und streicht vorerst für 2022 sämtliche Turniere in China.

AFP
Dies gab WTA-Chef Steve Simon am Mittwoch bekannt.

Dies gab WTA-Chef Steve Simon am Mittwoch bekannt.

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«Mit gutem Gewissen sehe ich nicht, wie wir unsere Athleten fragen können, dort anzutreten, wenn Peng Shuai nicht erlaubt ist, frei zu kommunizieren», erklärte der WTA-Chef am Dienstag in einer Mitteilung.

«Mit gutem Gewissen sehe ich nicht, wie wir unsere Athleten fragen können, dort anzutreten, wenn Peng Shuai nicht erlaubt ist, frei zu kommunizieren», erklärte der WTA-Chef am Dienstag in einer Mitteilung.

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Darum gehts

  • Der Fall der Tennisspielerin Peng Shuai (35) zieht immer weitere Kreise.

  • Ihr Verschwinden hatte zu wilden Spekulation von behördlichem Druck in China geführt.

  • Nun zieht der Weltverband WTA nach und streicht sämtliche Turniere im Land fürs kommende Jahr.

Aufgrund der Situation um die Tennisspielerin Peng Shuai hat die Damen-Tennis-Tour WTA alle Turniere in China und Hongkong ausgesetzt. Dies gab WTA-Chef Steve Simon am Mittwoch bekannt. «Mit gutem Gewissen sehe ich nicht, wie wir unsere Athleten fragen können, dort anzutreten, wenn Peng Shuai nicht erlaubt ist, frei zu kommunizieren», erklärte der WTA-Chef am Mittwoch in einer Mitteilung. Peng Shuai werde anscheinend unter Druck gesetzt, ihre Vorwürfe der sexuellen Übergriffe zu widerrufen. «Ich bedaure sehr, dass es so weit gekommen ist», sagte Simon.

Chinas Führer hätten der WTA keine andere Wahl gelassen. Er hoffe weiterhin, dass die Bitten erhört und die chinesischen Behörden Schritte unternehmen würden, um dieses Problem legitim anzugehen, erklärte Simon. «Angesichts der aktuellen Lage bin ich auch sehr besorgt über die Risiken, denen alle unsere Spielerinnen und Mitarbeiter ausgesetzt sein könnten, wenn wir 2022 Veranstaltungen in China abhalten würden», hiess es in der WTA-Mitteilung.

Der WTA-Chef sagte weiter: «Die WTA wird alles tun, um ihre Spielerinnen zu schützen. Während wir dies tun, hoffe ich, dass führende Persönlichkeiten auf der ganzen Welt weiterhin ihre Stimme erheben, damit Peng und allen Frauen Gerechtigkeit widerfahren kann, unabhängig von den finanziellen Auswirkungen.»

Wichtiger Geldgeber im Tennis

Peng Shuai, die frühere Weltranglistenerste im Doppel, hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Der Post der 35-Jährigen wurde bald danach gelöscht. Seither äusserten Sportler, Politiker und Menschenrechtler Sorge um das Wohlergehen der Tennisspielerin.

China ist mit einer Reihe von Veranstaltungen wichtiger Geldgeber der Damen-Tour. Zusätzliche Brisanz erhält der Fall durch die bevorstehenden Winterspiele in Peking im Februar und die ohnehin anhaltende Kritik am Gastgeber-Land.

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(dpa/pme/fss)

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