Bern: Wuchtige Kampagne gegen Schliessung
Aktualisiert

BernWuchtige Kampagne gegen Schliessung

Prominente Unterstützung, Filmspots, Events, eine CD und sogar Bademode: Die Berner Reitschule wehrt sich mit voller Breitseite gegen die Schliessungsinitiative.

von
Patrick Marbach
Das Nein-Komitee (l.) gegen die Schliessungsinitiative der Reitschule erhält auch Unterstützung von Esther Gemsch und Gilles Tschudi. (mar)

Das Nein-Komitee (l.) gegen die Schliessungsinitiative der Reitschule erhält auch Unterstützung von Esther Gemsch und Gilles Tschudi. (mar)

Bereits zum fünften Mal stimmt das Stadtberner Volk am 26. September über die Zukunft der Reitschule ab. «Diesmal muss die rechtspopulistische Seite eine grosse Niederlage einstecken, damit sie es in den nächsten 30 Jahren nicht mehr wagt, wieder eine Initiative gegen die Reitschule zu lancieren», hofft Stadtrat Hasim Sancar (GB/JA). Weil die Meinungen zu diesem Dauerthema ohnehin längst gemacht sind, versuchen die Reitschulförderer gar nicht erst, ihre Gegner umzustimmen. Stattdessen rechnen sie damit, dass die Schliessungsinitiative abgeschmettert wird, wenn nur genügend Berner an die Urnen gehen.

Entsprechend lustvoll ist die Nein-Kampagne gestaltet: Bekannte Schauspieler wie Gilles Tschudi und Esther Gemsch stehen in Werbespots für das Kulturzentrum ein. Im Reitschul-Umfeld herangewachsene Musikstars wie Züri West, Patent Ochsner oder Steff la Cheffe steuern Songs für eine CD bei. Verschiedene Clubs und Kulturinstitutionen zeigen sich solidarisch und führen am 4. September einen Aktionstag durch. Zudem buhlt das Nein-Komitee mit T-Shirts, Bademode und Führungen durch die Reitschule um zusätzliche Stimmen.

www.reitschulebietetmehr.ch

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