Viral-Star Fabian Bösch: «Würde Lindsey Vonn die Rolltreppe gern zeigen»
Aktualisiert

Viral-Star Fabian Bösch«Würde Lindsey Vonn die Rolltreppe gern zeigen»

Sein Video ging um die Welt. Freeskier Fabian Bösch ist in Pyeongchang schon ein Star, bevor er überhaupt die Ski angeschnallt hat.

von
Marcel Allemann
Bokwang

Diese spezielle Art von Fabian Bösch, Rolltreppen zu fahren, wurde zum viralen Hit.

«Nach 20 Jahren habe ich immer noch nicht herausgefunden, wie dieses Ding funktioniert», schrieb Fabian Bösch und postete dazu ein Video auf Instagram, wie er sich seitlich von einer Rolltreppe einhändig nach oben ziehen lässt. Unter dem ungläubigen Staunen eines Volunteers, der die Rolltreppe über ihm auf herkömmliche Weise benutzt.

Schon über 600'000 Klicks

Das witzige Video wurde weltweit zum viralen Hit und schon über 600'000 Mal angeklickt. Tendenz stark steigend. Bösch staunt nun selbst darüber, was er da ausgelöst hat: «Wir haben schon tonnenweise solche Sachen gemacht, die auch das Potenzial zum Hit gehabt hätten.» Oft entscheide eben der Zufall, ob etwas wirklich abgeht. «Wenn die grossen Internetseiten so etwas aufnehmen, dann entsteht so etwas. Bleibt das Video jedoch vornehmlich in der Schweiz hängen, dann kommt man vielleicht auf 100'000 bis maximal 150'000 Klicks.»

Sollte sich nun eine Rolltreppenfirma bei ihm melden, um ihr Produkt mit ihm zu promoten, «dann würde ich selbstverständlich mitmachen», sagt der 20-jährige Aargauer mit einem breiten Lachen. Seine Aktion an der Rolltreppe sei nicht gefährlich gewesen, als Freeskier habe man schliesslich «ein gutes Gefühl für das Risikomanagement; wenn du dann sicher bist, dass es funktioniert, dann probierst du es aus».

«Mit Lindsey Vonn habe ich nicht gerechnet»

Sogar Ski-Superstar Lindsey Vonn hat Böschs Rolltreppen-Aktion auf Social Media gesehen und anschliessend getwittert, dass sie diesen Typen und diese Rolltreppe gern finden würde. Bösch sagt dazu: «Ich habe durchaus mit Reaktionen gerechnet, aber sicher nicht mit einer von Lindsey Vonn. Ich würde ihr die Rolltreppe gern zeigen und auch, wie das geht.» Es ist offensichtlich, dass der junge Schweizer gespannt ist, ob es tatsächlich noch zu einem Date mit der Speed-Queen kommt.

Während andere Sportler immer wieder betonen, dass sie sich an den Olympischen Spielen nicht ablenken lassen wollen, ist bei den Freeskiern (neben Bösch ist auch Andri Ragettli ein Internet-Star) Ablenkung offensichtlich Programm. «Wir laufen halt stets ein wenig rum und dann kommen wir auf solche Ideen», erklärt Bösch. «Ich finde das besser, als bloss im Zimmer herumzusitzen.»

Bösch will auch als Sportler ernst genommen werden

Doch Bösch möchte nicht auf seinen Video-Klamauk reduziert, sondern auch als Sportler ernst genommen werden. «Ich habe es mir durch gute Resultate verdient, an den Olympischen Spielen dabei zu sein. Und es könnte hier durchaus etwas für mich drinliegen, wenn mein Lauf aufgeht.» Der Aargauer steht am Sonntag, wenn die Qualifikation im Slopestyle auf dem Programm steht, im Einsatz.

Auf die Frage, worauf er eher verzichten könnte, wenn er sich entscheiden müsste, seine Videokamera oder die Ski, zögert Bösch keine Sekunde und sagt sofort: «Ganz klar auf die Videokamera. Skifahren ist für mich alles und das Beste, was es gibt. Und zwar jede Form von Skifahren.» Unlängst sei er hier auch die Olympia-Buckelpiste, die nun ja nicht mehr gebraucht werde, runtergefahren. Und zückt zum Beweis sein Handy und zeigt das Video. Er ist schon ein witziger Kauz, dieser Fabian Bösch.

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