Aktualisiert 27.11.2009 13:58

Wettskandal

Würden Sie hier Verdacht schöpfen?

Vor kurzem hat die UEFA bekannt gegeben, welche Partien der Europa- und Champions-League-Qualifikation unter Verdacht stehen, manipuliert worden zu sein. Spielzusammenfassungen verschiedener Partien sind problemlos im Netz zu finden – weniger einfach gestaltet sich die Suche nach auffälligen Aktionen.

von
Patrick Toggweiler

Von den Mannschaften, die die Qualifikationsspiele bestritten haben, stehen fünf unter Manipulations-Verdacht: KF Tirana, KS Vilaznia (beide Albanien), FC Dinaburg (Lettland), NK IB Ljubljana (Slowenien) sowie Honved Budapest (Ungarn). Insgesamt sieben Partien sind im Fokus der Ermittler.

Von der Champions-League-Qualifikations-Partie zwischen Stabaek und Tirana (4:0), und den Europa-League-Qualispielen Fenerbahce Istanbul gegen Honved Budapest (5:1) und NK Ljubljana gegen Metalurg Donezk (0:3) liegt im Netz Videomaterial vor. Alleine der Verdachtsmoment lässt die längst vergessenen Partien plötzlich wieder interessant werden – unter einem ganz neuen Gesichtspunkt.

Wenn der Fuss nicht da ist, wo er sollte

Doch sind die gekauften Spieler tatsächlich zu erkennen? So einfach nicht, sagt Declan Hill, Spezialist für Korruption im Fussball, gegenüber dem «Tages-Anzeiger»: «Man erkennt sie nicht an spektakulären Ereignissen wie einem unglaublichen Goaliefehler oder einem verschossenen Penalty. Bestochene Spieler zeigen nicht die volle Leistung: Sie rennen dem Gegner nur halbherzig hinterher, oder sie halten den Fuss nicht hin, wenn sie sollten.»

Tatsächlich: Die Analyse der Bilder gestaltet sich nicht einfach. Im Wissen um den Verdachtsmoment hinterfragt der Betrachter die eigene Wahrnehmung. Auch in der 20-Minuten-Online-Redaktion entstehen in Anbetracht der Bilder Diskussionen. War das verdächtig? Zu passiv diese Abwehr? Zu spät der Schritt?

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