Aktualisiert 02.06.2020 03:09

Basel

Würdest du auf so einem Velo fahren?

Ein Basler Startup will Werbung aufs Velo bringen. Potenzielle Fahrer ködert das Unternehmen mit Gratis-Velos. In Deutschland gibt es die sogenannten Adbikes bereits in mehreren Städten.

von
Lukas Hausendorf
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Gehören solche Velos bald zum Basler Stadtbild? Das Startup Adbike führt in der Schweiz das Werbevelo ein.

Gehören solche Velos bald zum Basler Stadtbild? Das Startup Adbike führt in der Schweiz das Werbevelo ein.

adbike
Das ist der Deal: Faherer erhalten vom Unternehmen gratis die rollende Werbefläche. Die zur Verfügung gestellten Gefährte seien «Premium-Velos».

Das ist der Deal: Faherer erhalten vom Unternehmen gratis die rollende Werbefläche. Die zur Verfügung gestellten Gefährte seien «Premium-Velos».

Adbike
Einzige Bedingung an die Fahrer ist, dass sie täglich fünf Kilometer abspulen und das Velo gut sichtbar im öffentlichen Raum parkieren.

Einzige Bedingung an die Fahrer ist, dass sie täglich fünf Kilometer abspulen und das Velo gut sichtbar im öffentlichen Raum parkieren.

Adbike

Darum gehts

  • Das Basler Startup Adbike will mit Werbevelos die Schweiz erobern.
  • Fahrer können damit kein Geld verdienen, erhalten dafür aber ihr Velo gratis.
  • Das Konzept stammt aus Deutschland. In der Schweiz gibt es aber schon Konkurrenz im Werbevelomarkt.

Gratis ein «Premium-Velo», verspricht das Basler Startup Adbike interessierten Fahrern. Der Deal: Wer für das Unternehmen fährt, wird zur rollenden Werbefläche. Der Rahmen der Bikes wurde dafür verschalt, damit eine ordentliche Werbefläche zur Verfügung steht. Mit 30 solchen Werbevelos geht Adbike in Basel an den Start und sucht dafür ab sofort Fahrerinnen und Fahrer.

Das Startup versucht dabei auch von den Folgen der Corona-Pandemie zu profitieren, die die Menschen vermehrt aufs Velo umsteigen liess. Dass es deswegen inzwischen zu Engpässen bei Händlern kommt, wie der Tages-Anzeiger berichtete, kommt dem Basler Unternehmen da gerade recht.

Die einzige Bedingung, die Adbike an seine Fahrer stellt: Täglich gilt es fünf Kilometer abzustrampeln. Zudem sei wichtig, dass die Velos gut sichtbar im öffentlichen Raum abgestellt werden, heisst es in einer Mitteilung des Startups.

Mit Fleiss Goodies verdienen

Die Idee von Adbike ist nicht ganz neu und vor allem gibt es in der Schweiz schon Konkurrenz. Working Bicycle operiert mit Werbeboxen, die auf den Gepäckträger seiner Fahrer montiert werden. Das Startup, das auch aus Basel stammt, startete damit vor zwei Jahren durch und ist mittlerweile in 18 Schweizer Städten präsent. Für die Box auf dem Gepäckträger erhalten die Fahrer bares Geld.

Nicht so bei Adbike. Hier bezahlt die Werbung das Velo. Wer damit fleissig in die Pedale tritt, könne aber Goodies verdienen. Je mehr Kilometer gefahren werden, desto mehr Punkte werden gutgeschrieben. Diese könnten dann in Gutscheine umgetauscht werden. Funktionieren tut das über GPS-Tracking, jedes Bike ist entsprechend ausgerüstet.

Das Geschäftsmodell von Adbike stammt ursprünglich aus Deutschland, wo es die Werbevelos schon in mehreren Städten gibt. Für die Schweiz hat nun das Basler Startup die Rechte für das Geschäftsmodell erworben. Nach einer Pilotphase in Basel ist die Expansion in weitere Schweizer Städte geplant.

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12 Kommentare
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AnnA

03.06.2020, 05:24

Wie lange geht es bis diese an exponierten Plätzen abgestellten Velos von Vandalen heimgesucht werden oder geklaut werden. GPS Tracking - d.h. die Leute lassen sich zu Marionetten machen und das für Geld. Ich staune immer wieder, für was die Menschen bereit sind, wenn sie dafür Geld bekommen. Andererseits klagen alle über zuviel Überwachung....komische Welt

Urs

02.06.2020, 06:19

Noch einen Reitsattel aufmalen und dann passt es. Bei Werbung klicke ich sowieso möglichst schnell weiter und die, die immer Inserieren merke ich mir in meiner persönlichen "hate list". Zur Zeit an der Spitze ist das CEWE Fotobuch. Dort werde ich sicher nie etwas kaufen.

Sepp

02.06.2020, 06:05

Velos für Basel? Dafür gibt es ein Tripel A eines Nichtinvestors.