Würste aus 50 Tonnen Schlachtabfällen
Aktualisiert

Würste aus 50 Tonnen Schlachtabfällen

Eine Firma im niedersächsischen Vechta steht im Verdacht, in den Jahren 2004 und 2005 mehr als 50 Tonnen Schlachtabfälle zu Lebensmitteln verarbeitet zu haben.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg sagte dem ARD-Magazin «Report Mainz», die Firma habe aus dem so genannten Stichfleisch Wurstwaren hergestellt und in den Handel gebracht, aber auch Abfälle mit ordentlichem Fleisch vermischt und nach Russland oder Rumänien verkauft. Der Juniorchef des Unternehmens bestritt die Vorwürfe.

Als Stichfleisch wird dem Bericht zufolge das Fleisch um die Einstichstelle beim Schlachten von Schweinen bezeichnet. Es ist demnach stark von Blutergüssen durchsetzt, häufig mit Keimen verseucht und darf deshalb nicht in Lebensmitteln verwendet werden. In eigens dafür zugelassenen Betrieben wird es jedoch etwa zu Katzenfutter verarbeitet.

Die Firma aus Vechta ist nach Informationen des ARD-Magazins eines von neun Unternehmen, die Fleischabfälle bei einem Händler aus Gelsenkirchen gekauft und in Verkehr gebracht haben sollen. Insgesamt sollen dabei zwischen 2004 und 2005 rund 315 Tonnen Stichfleisch illegal gehandelt worden sein. (dapd)

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