Street Parade: Würste mit falschen Hundertern bezahlt
Aktualisiert

Street ParadeWürste mit falschen Hundertern bezahlt

An der Street Parade wurde mehr Falschgeld in Umlauf gebracht als bisher bekannt. Wegen falscher 100-Franken-Noten wurde die Bundespolizei eingeschaltet.

von
Marco Lüssi

Weil sie an der Street Parade gefälschte 100-Euro-Noten in Umlauf gebracht hatten, wurden drei Italiener noch am gleichen Tag verhaftet. Doch das war nicht der einzige Falschgeld-Fall im Umfeld des Grossanlasses: Als Metzger Werner Horber die Einnahmen zur Bank brachte, die er mit 30 Angestellten an mehreren Ständen an der Street Parade gemacht hatte, zeigte sich, dass nicht jeder Wurstkäufer es ehrlich gemeint hatte: «20 Hundert-Franken-Noten stellten sich als Blüten heraus», sagt Horber zu 20 Minuten. Das habe ihm gerade noch gefehlt: «Wegen dem Regen hatten wir sowieso wenig Einnahmen, und davon sind 2000 Franken auch noch wertloses Papier.» Laut Horber handelt es sich um gute Fälschungen, die man nur unter dem Licht von Notenprüfgeräten erkenne: «Solche hatten wir an unseren Wurstständen leider nicht.» Der Metzger vermutet, dass auch weitere Standbetreiber reingelegt wurden.

Von weiteren Fällen weiss man bei der Polizei nichts. Von den an den Wurstständen aufgetauchten Blüten habe man aber Kenntnis, so Eva Zwahlen, Sprecherin des Bundesamts für Polizei: «Die Bundesanwaltschaft hat den Fall an die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich abgetreten.»

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