Studie: Würste und rotes Fleisch erhöhen Sterberisiko
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StudieWürste und rotes Fleisch erhöhen Sterberisiko

Der Konsum von rotem Fleisch oder Wurstwaren erhöht das Sterberisiko. Zu diesem Schluss kommt eine gross angelegte US-Studie.

Die Forscher um Rashmi Sinha vom National Cancer Institute nahmen Daten zum Fleischkonsum und zu anderen Gewohnheiten von über einer halben Million Menschen zwischen 50 und 71 Jahren auf. Anschliessend verfolgten sie die Sterberaten über die nächsten zehn Jahre. Insgesamt starben in dem Zeitraum 47  976 Männer und 23  276 Frauen.

Es zeigte sich, dass die Sterberate bei jenem Fünftel der Befragten, die am meisten rotes Fleisch assen, deutlich höher war. Als rotes Fleisch wird beispielsweise Rind-, Kalb- oder Lammfleisch bezeichnet. Ähnliches galt für jene Gruppe, die am meisten industriell gefertigtes oder verarbeitetes Fleisch wie Wurstwaren ass.

Die Forscher berechneten, dass 11 Prozent der Todesfälle bei den Männern und 16 Prozent der Todesfälle bei den Frauen hätten verhindert werden können, wenn sich diese beim Verzehr von rotem Fleisch gemässigt hätten. Laut den Wissenschaftlern gibt es diverse mögliche Mechanismen, über welche Fleisch das Sterberisiko erhöhen kann. Beim Anbraten können sich zum Beispiel krebserregende Stoffe bilden. Zudem enthält rotes Fleisch grosse Anteile von gesättigten Fettsäuren, die mit Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht werden.

Über 53 Kilo Fleisch pro Person und Jahr

In der Schweiz isst eine Person im Durchschnitt über ein Kilo Fleisch pro Woche.Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Fleischkonsum in der Schweiz im Jahr 2008 um drei Prozent auf 417  330 Tonnen. Pro Kopf wurden rund 53,43 Kilo Fleisch gegessen. Das geht aus der gestern veröffentlichten Statistik der Branchenorganisation Proviande hervor. Mit Abstand am meisten gegessen wird Schweinefleisch, im Jahr 2008 waren es 196 312 Tonnen (+0,3 Prozent). Dahinter kommt Rindfleisch mit 88  406 Tonnen (+0,3 Prozent), dicht gefolgt von Geflügel mit 85  120 Tonnen (+8,6 Prozent).

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