Paket-Terror in USA: «Wütend auf Schwarze, Juden, Schwule»
Aktualisiert

Paket-Terror in USA«Wütend auf Schwarze, Juden, Schwule»

Über den Mann, der Briefbomben an prominente Kritiker von Donald Trump verschickt haben soll, sickern immer mehr Details durch.

von
roy
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Bei dem mutmasslichen Täter und Festgenommenen handelt sich um einen 56-Jährigen, der in Florida lebt und Kontakte nach New York hat.

Bei dem mutmasslichen Täter und Festgenommenen handelt sich um einen 56-Jährigen, der in Florida lebt und Kontakte nach New York hat.

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US-Präsident Donald Trump spricht von einem «Terrorakt» und verlangt eine harte Strafe für den Täter.

US-Präsident Donald Trump spricht von einem «Terrorakt» und verlangt eine harte Strafe für den Täter.

AFP/Nicholas Kamm
Die Polizei deckte das Auto mit einer Plane ab.

Die Polizei deckte das Auto mit einer Plane ab.

AFP/Michele eve Sandberg

Diverse Indizien deuten darauf hin, dass der am Freitag festgenommene Mann ein fanatischer Anhänger des US-Präsidenten Donald Trump ist.

Der Mann war in einem Lieferwagen unterwegs, als er verhaftet wurde - seine Eltern hatten ihn laut CNN zuvor rausgeschmissen. Zu den Gründen ist nichts bekannt.

Auch meldet sich die Managerin einer Pizzeria in Fort Lauderdale zu Wort, in der der Mann einmal arbeitete. Sie beschreibt ihn gegenüber der «Washington Post» als «durchgeknallt». Er sei «sehr wütend» auf die Welt gewesen - auf «Schwarze, Juden, Schwule».

Trump-Fan ist Paketbomben-Verdächtiger

In Florida wurde ein 56-Jähriger Republikaner verhaftet. Sein Van wurde abtransportiert. (Video: AP/AFP)

Der Van des 56-Jährigen wird in Florida abtransportiert. (Video: AP/AFP)

Käfigkämpfer und exotischer Tänzer

Sein früherer Anwalt beschreibt ihn gemäss CNN als einen Menschen, der zeitweise den Bezug zur Realität verloren hatte. Mutter und Schwester des 56-Jährigen hätten ihn laut Anwalt überzeugen wollen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Doch er habe abgelehnt.

Gemäss biographischen Angaben auf seinen mutmasslichen Onlinekonten, die allerdings nicht unbedingt zuverlässig sind, soll der Mann früher «professioneller Fussballspieler, Ring- und Käfigkämpfer» gewesen sein, aber auch Tiermedizin studiert haben. Auch soll er zumindest teilweise philippinischer Herkunft sein, sein Grossvater sei dort ein «berühmter Chirurg» gewesen.

Andererseits wird er in diesen Darstellungen mit dem Indianerstamm der Seminoles in Verbindung gebracht. Er habe in einem von den Seminoles betriebenen Hotel-Kasino gearbeitet. Der Stamm teilte jedoch mit, er habe «keine Belege» dafür, dass er dort tätig gewesen und Stammesmitglied sei.

NBC News berichtet, dass der 56-Jährige wohl als exotischer Tänzer in diversen Stripclubs gearbeitet hat. Ausserdem war er Türsteher. Sein Cousin sagt: «Er ist seit seinem 22. Lebensjahr in den Stripclubs, das war sein Leben.» (roy/afp)

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