Aktualisiert 10.12.2017 16:42

Kein Champagner

Wütende Frau zwingt Swiss-Flieger zur Landung

Eine Passagierin aus der Schweiz hat auf dem Flug von Moskau nach Zürich zu randalieren begonnen, weil sie keinen Champagner mehr bekam. Der Pilot musste deswegen zwischenlanden.

von
vro
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Eine Schweizerin wollte am Samstagabend, 9. Dezember 2017, von Moskau nach Zürich fliegen. Weil ihr aber irgendwann während des Fluges der Champagner verweigert wurde, begann sie zu randalieren.

Eine Schweizerin wollte am Samstagabend, 9. Dezember 2017, von Moskau nach Zürich fliegen. Weil ihr aber irgendwann während des Fluges der Champagner verweigert wurde, begann sie zu randalieren.

Keystone/Martin Ruetschi
Der Pilot der A320 entschloss sich, in Stuttgart zwischenzulanden. Die 44-Jährige musste eine Sicherheitsleistung bezahlen und durfte nicht mehr weiterfliegen. (Archivbild Flughafen Stuttgart)

Der Pilot der A320 entschloss sich, in Stuttgart zwischenzulanden. Die 44-Jährige musste eine Sicherheitsleistung bezahlen und durfte nicht mehr weiterfliegen. (Archivbild Flughafen Stuttgart)

Felix KÄstle

Weil eine Passagierin keinen Champagner mehr bekam und aggressiv wurde, ist der Pilot eines Airbus A320 von Swiss ausserplanmässig in Stuttgart gelandet. Dort erwartete die 44-jährige Schweizerin die Polizei. Die Passagierin zahlte 5000 Euro Sicherheitsleistung und musste am Boden bleiben.

Das Flugzeug war am Samstagabend von Moskau nach Zürich unterwegs, wie eine Swiss-Sprecherin Polizeiangaben von einer aggressiven Passagierin bestätigte. Durch die ungeplante Zwischenlandung entstanden mehrere Zehntausend Euro Kosten, teilt das Polizeipräsidium Reutlingen mit. Ob die Frau für die Summe aufkommen muss, blieb zunächst unklar.

Frau liess sich nicht beruhigen

Die Schweizerin war laut Polizei während des Fluges gegenüber der Business-Class-Crew sehr aggressiv. Mehrfach habe sie Champagner verlangt. Als ihr dieser schliesslich verweigert wurde, lief die Frau den Angaben nach im Jet umher und liess sich nicht beruhigen – weder von der Crew, noch vom Piloten, schreibt die Polizei.

Die Passagierin sei handgreiflich geworden und habe ein Besatzungsmitglied am Handgelenk gezerrt. Der Pilot entschied sich daraufhin zur Landung, um eine Eskalation zu vermeiden. Aus Sicherheitsgründen wollte er die Schweizerin auch nicht weiterfliegen lassen. Eine Gefahr für die 43 Fluggäste hat laut der Polizei aber zu keinem Zeitpunkt bestanden. (vro/sda)

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